Vorzeitige Osterüberraschung: Ex-NBA-Star kommt nach Weimar

Der Weimarer Basketball dürfte in den kommenden Wochen Kopf stehen. Der Grund: im Rahmen des “NBA Back to the Roots Program”, welches vom neuen Commissioner Adam Silver bereits kurz nach seinem Antritt am 1. Februar 2014 angeregt wurde, verbringen ehemalige NBA und College Stars einige Wochen in kleineren Vereinen in der ganzen Welt. Gestern wurde bekannt, dass sich ausgerechnet die SG HSV KSSV Weimar als einer von nur 30 Vereinen und einziger ostdeutscher Bewerber gegen europaweit 4500 Konkurrenten im Losverfahren durchsetzte.

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Adam Silver bei der Pressekonferenz am Dienstagmorgen 5 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) in New York (Quelle: Foxsports)

Im Rahmen dieses Programmes wird nun von Mitte April der ehemalige serbische NBA Center Vlade Divac für fünf Wochen nach Weimar kommen, ausgewählte Herren- und Damentrainings leiten sowie die Jugend- und Vereinsarbeit fördern. Der 2,16 große Hüne soll dabei seine Erfahrungen teilen und vor allem junge Spielerinnen und Spieler motivieren.

“Wir haben uns eigentlich nur aus einer Laune Anfang November heraus beworben, weil wir die Vorstellung lustig fanden, einen Ex-NBA-Star mal in Weimar zu haben. Niemand hat damit gerechnet, dass eine verhältnismäßig kleine Stadt wie Weimar den “Jackpot” ziehen würde. Als wir den Anruf in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bekamen, waren wir schon ein bisschen geschockt. Und dass jetzt Vlade Divac kommt, ist natürlich ein absoluter Hammer”, meinte Spielertrainer Martin Mirsch heute morgen.

Vlade Divac zu aktiven Zeiten im Trikots der Sacramento Kings (Quelle NBA Entertainment)
Vlade Divac zu aktiven Zeiten im Trikots der Sacramento Kings (Quelle NBA Entertainment)

Im Rahmen von “Back to the Roots” wird Divac neben Weimar auch Wasquehal Flash Basket in Frankreich sowie zwei Vereine in seiner serbischen Heimat betreuen. Andere NBA Größen sind weltweit in ihren Heimatländern oder -regionen im Einsatz, unter anderem sind in Europa Mickael Pietrus (Frankreich), Andris Biedrins (Lettland) und Peja Stojakovic (Serbien) aktiv.

“Wir müssen uns jetzt erstmal zusammensetzen und einen Zeitplan erstellen. Vordergründig geht es ja darum, das Training aufzulockern und von Vlades großen Erfahrungsschatz so viel wie möglich mitzunehmen. Wir freuen uns, dass die Aktion auch ausgerechnet im Sommer stattfindet, wo die Trainingsbeteiligung relativ mau ist. Ich vermute mal, dass das dieses Jahr anders sein wird”, verrät Philip Thomisch, Trainer der Bezirksligaherren, augenzwinkernd.

Wo Divac in der Zeit wohnen wird ist noch fraglich, allerdings dürfte die NBA Weimar finanziell unter die Arme greifen. Im Gegenzug kündigte der Verein an, auch andere Mannschaften aus der Region an der tollen Erfahrung teilhaben zu lassen. “Mannschaften, die sich unserem Training anschließen möchten, sei dies natürlich nicht verwehrt. Uns ist klar, dass wir so vielen Spielerinnen und Spielern diese Möglichkeit bieten sollten. Vereine, Trainer und Spieler mit Interesse können sich in den nächsten Tagen an uns wenden und wir versuchen, alle in den Hallenzeiten unter zu bringen”, meinte Burkhart Wolf und fügte hinzu: “Unsere Oberligadamen und -herren sind in der vergangenen Saison jeweils Tabellenzweiter geworden. Ich glaube, dass wir mit so einer Saisonvorbereitung in der nächsten Spielzeit voll angreifen können.”

Wann das erste Training unter der prominenten Leitung stattfindet, war heute noch nicht klar, allerdings werden wir euch auf dem Laufenden halten.

Information: Nachwuchs-Training in den Osterferien

Für alle Nachwuchs-Basketballerinnen und Basketballer der SG HSV-KSSV Weimar sind in den kommenden Ferien folgende Trainingseinheiten geplant:

Montag (30.03.): 16:30 bis 18:30 Uhr (SH Innenstadt)

Donnerstag (02.04.): 16:30 bis 18:30 Uhr (SH Innenstadt)

Donnerstag (09.04.): 16:30 bis 18:30 Uhr (SH Innenstadt)

Am Ostermontag (06.04.) findet wegen des Feiertags natürlich kein Training statt. Alle Jugendspielerinnen und -spieler der Teams U14, U16 sowie U19 sind aufgerufen, die Trainings wahrzunehmen, wenn nicht gerade eine Urlaubsfahrt ansteht. Geplant ist Stationstraining für das bis zu vier Coaches pro Einheit bereit stehen werden. Dies funktioniert allerdings nur ab einer gewissen Teilnehmerzahl. /pt

 

LIVE-TICKER: Weimarer Damen bei den Ladybaskets I

21. März 2015

8.30 Uhr: Treffpunkt in Weimar, Humboldtstraße

9.06 Uhr: Ankunft an der Lobeda/West-Halle, Jena

9.22 Uhr: Noch ein bisschen verschlafen geht es an das Aufwärmen.

9.43 Uhr: Trainer Artom Haaf erklärt seinen 8 Spielerinnen die Taktik für heute. Die Betonung liegt auf der intensiven Defensive und einem schnellen Angriffsspiel.

9.55 Uhr: Die Aufregung steigt, die Motivation auch: Ein Sieg würde den zweiten Platz der Liga endlich sichern.

9.59 Uhr: Die Schiedsrichter fordern zum Anpfiff auf. Das Team sammelt sich an der Bank, letzte Ansagen, im Kreis ertönt es: One-Two-Three-TEAM! Die Starting Five begibt sich auf das Spielfeld, noch kurz Abklatschen mit Schiedsrichtern und Gegnern – los geht‘s!

10.00 Uhr: JUMP!

1. Minute: Nach verlorenem Jump postiert sich Weimar erstmal in der Defensive. Jena analysiert zunächst und versucht, die Verteidigung auszuspielen.

Allerdings ist es Stefanie Dittrich, die den ersten Korb des Spiels erfolgreich für Weimar verwandelt.

2. Minute: Antwort auf der Gegenseite, aber Steffi kann erneut unter dem Korb punkten.

Zunächst ausgeglichen nimmt das Spiel seinen Lauf. Eine träge Defensive der Weimarer lässt die Ladybaskets viele einfache Punkte machen. Die eigenen Korbversuche lassen oftmals zu wünschen übrig. Jena erspielt sich einen Vorsprung von 5 Punkten.

9. Minute: Ein erfolgreicher Dreier von Aufbauspielerin Tanja Agatz lässt alle aufatmen und verringert den Vorsprung. Trotzdem hängen die Weimarerinnen hinterher und verlieren das erste Viertel mit 14:18.

Im zweiten Viertel sieht es nicht viel anders aus. Das von Coach Haaf geforderte schnelle Spiel wird nicht umgesetzt. Stattdessen sind es die Jenaerinnen, die durch Fast Breaks einige Punkte verbuchen können.

Schockmoment: Spielerin Jana Bleckmann verletzt sich am Knie und muss vom Spielfeld getragen werden.

Es ist schwierig, die Konzentration wieder zu finden und der Respekt vor einem körperlichen Spiel steigt.

Halbzeit: Mit 24:30 Punkten im Rückstand geht Weimar in die Pause. Haaf apelliert an den Kampfgeist seiner Spielerinnen. Alle sollen aufwachen und intensiver spielen. Zu viele Ballverluste durch unkonzentrierte Pässe, es fehlt der Wille zum Ballgewinn durch gute Verteidigung und Rebounds. Von einem überlegenem und sicherem Spiel fehlte jede Spur.

Das muss sich in der zweiten Hälfte ändern! Mit neuer Kraft geht es in das dritte Viertel.

Aber statt der benötigten positiven Intensität gibt es hauptsächlich Fouls in der eigenen Zone.

23. Minute: Jena führt durch viele Freiwürfe mit einem Vorsprung von 10 Punkten.

Doch das lässt Weimar sich nicht gefallen und wacht langsam auf.

28. Minute: Es gibt endlich mehr Zug zum Korb. Anna Selzer lässt Jena durch 6 eigene Punkte in diesem Viertel nicht davon ziehen.

31. Minute: Weimar startet mit lediglich 2 Punkten im Rückstand in den letzten Spielabschnitt.

Der Kampfgeist und der Wille zum Sieg sind endlich zu sehen.

33. Minute: Endlich der erste Ausgleich durch einen Freiwurf-Treffer von Laura Bendig.

Die nächsten Minuten bestehen aus einem Hin und Her. Auf beiden Seiten wird mal getroffen, mal nicht.

39. Minute: Jena macht zu leichte Punkte durch Lücken in der Weimarer Defensive – 48:51.

Aber es ist noch nichts verloren!

40. Minute: Ein Freiwurf und ein Treffer von Kristin Rokitta bringt Weimar zum Ausgleich.

Verlängerung?

Damit will sich Weimar nicht begnügen.

Die Anspannung ist bei allen zu spüren.

Das Adrenalin schießt allen in den Kopf.

9 Sekunden vor Schluss: Ballgewinn durch Tanja Agatz..

5 Sekunden vor Schluss: Treffer von Tanja durch einen Lay-Up gegen 3 Jenaerinnen..

Die Zeit stoppt.

Jena hat noch einmal Ballbesitz und könnte durch einen Dreier gewinnen oder eine Verlängerung herbeiführen..

..doch die Zeit reicht nicht, um den Ball in das Vorfeld zu bringen.

WEIMAR GEWINNT!

Alle springen auf das Spielfeld! Erleichterung, Freude und Schock gleichzeitig!

Unter Druck die richtigen Entscheidungen getroffen und am Ende ordentlich gekämpft!

Weimar fährt somit den 11. Sieg der Saison ein und ist durch den Punktabstand in der Tabelle sicher auf dem zweiten Rang – Vizemeister!

Sieg im letzten Auswärtsstpiel der Saison

Die Weimarer Oberligaherren haben am vergangenem Samstag, dem 14.03.2015 ihr letztes Heimspiel gegen Science City Jena 4 gewonnen. In einer sehr dynamischen und offensiv geprägten Partie behielt der Tabellenzweite aus der Kulturhauptstadt mit 93:81 die Oberhand.
Zunächst gingen allerdings die hochmotivierten Hausherren in Führung und zeigten wenig Angst oder Zurückhaltung ihren Gästen gegenüber. Gerade die wendigen Flügel bereiteten der Weimarer Defensive größere Probleme, die viel kleineren Jenaer lockten die Weimarer Center mit 4- bzw. 5- Out und Motion Offense immer wieder an die Dreierlinie, die anschließende ungewohnte Helpside ohne Frontcourtspieler klappte oft nicht oder kam zu spät.
Weimar drehte die Partie trotzdem aber auch dank eingespielter Routine in der Offensive bereits im ersten Viertel und beendete den ersten Spielabschnitt mit 28:24.
Neben Norman Hallermann konnte sich auch Volker Schmidt immer wieder am Brett durchsetzen, beide eroberten wichtige Rebounds. Aus der Distanz glänzten u.a. Martin Mirsch und Leon Richter, der unmittelbar zuvor bereits 35 Minuten beim Sieg seiner U19 Mannschaft gespielt hatte und konditionell an die Leistungsgrenze ging und daher von Stefan Kißauer und Artom Haaf öfter entlastet wurde.
Die erste Halbzeit beschloss man mit 46:39, zwar wollte Weimar defensiv immer wieder eine Schippe draufpacken, konzentrierte sich aber eher auf den Angriff und trat so die Flucht nach vorn an. Da Jena anders als im Angriff defensiv kein Feuerwerk abbrennen konnte, änderte sich am grundlegenden Spielverlauf nicht mehr viel, das 3. Viertel wurde mit 62:72 aus Jenaer Sicht beendet. Die zahlreichen Zuschauer sahen eine sehr faire, von den Schiedsrichtern sehr solide geleitete Partie, in der sich der Favorit aber nie ganz absetzen konnte. Hatten die Gäste allerdings in der ersten Hälfte eine vergleichsweise geringe Trefferquote von 30% vorzuweisen, steigerten sie sich dahingehend zusehends und blieben auch von der Freiwurflinie sehr sicher.
Der letzte Spielabschnitt endete mit einem rekordverdächtigen 91:83. Neben der ungewohnt schlechten Verteidigung stellte sich bei diesem Arbeitssieg auch Bitternis ein: Center Hagen Schmidt (5. Minute, Fersenbein) und Shooting Guard Stefan Kißauer (32. Minute, Knöchel) verletzten sich in der Partie und werden zum Saisonabschluss gegen Gotha 3 voraussichtlich fehlen.

Kleine ganz groß

Samstagmittag, schönes Wetter, viele Menschen mit guter Laune auf den Straßen. Aber wer fehlt? Genau, die Weimarer Basketballerinnen. Denn diese versteckten sich in der Sporthalle des Erfurter Gutenberggymnasiums. Auch wenn die Sonne vor der Tür bleiben musste, herrschte gute Stimmung und die Damen erwarteten mit Spannung und Motivation den Anpfiff um 13 Uhr.

Das Hinspiel gegen die zweite Mannschaft vom Basketball Club Erfurt konnte im November mit fast 20 Punkten (in anderen Kreisen als ›Tore‹ bekannt) Vorsprung gewonnen werden. Dieses Mal wollten die KSSVlerinnen ein noch besseres Spiel auf das Parkett legen und ihren zweiten Platz in der Oberliga verteidigen.

Die zuvor in der Zeitung angekündigte »volle Kapelle« schrumpfte im Laufe der Woche leider und so waren lediglich 8 Spielerinnen aus Weimar dabei. Darunter ausschließlich Aufbau- und Flügelspielerinnen, die gelegentlich mal im Training als Center aushelfen. Somit konnte zunächst leider nicht auf ein starkes Spiel innerhalb der Zone gesetzt werden. Als Stärken sollten demnach Schnelligkeit und die Treffsicherheit von außen gelten.

Alice Dreßler behauptet sich in der Defensive.
Alice Dreßler behauptet sich in der Defensive.

Von Beginn an verteidigten die Weimarerinnen ihre eigene Zone sehr stark und einsatzbereit. Allerdings fanden die Erfurter immer wieder kleine Lücken und konnten ihre Punkte verbuchen. Doch die meiste Zeit wurden durch Steals und unerwarteten Rebounds immer wieder neue Angriffe für die Weimarer ermöglicht. Besonders (normalerweise) Aufbauspielerin Antonia Warnstedt konnte sich unter dem Korb durchsetzen und eroberte den Ball immer wieder zurück. Die vielen Möglichkeiten in der Offensive wurden zunächst allerdings durch unkonzentrierte Pässe oftmals verschenkt. Am Ende des erstes Viertels waren lediglich 6 Punkte mehr für Weimar auf der Zähltafel zu sehen (12:18). Nach und nach wurde Weimar aber sicherer und fand immer mehr Spaß am Spiel. Viele Fastbreaks gelangen und der Zug zum Korb provozierte einige Fouls der Erfurter. Auch wenn diese nicht immer von den Schiedsrichtern gesehen wurden, wurde Weimar offensiv stetig stärker.

Die Ballgewinne in der Defensive wurden direkt in Angriffe umgewandelt. Hier Alice Dreßler mit dem schnellen Dribbling nach vorne.
Die Ballgewinne in der Defensive wurden direkt in Angriffe umgewandelt. Hier Alice Dreßler mit dem schnellen Dribbling nach vorne.
Bei den Fast Breaks wurden die Erfurter überlaufen und es konnten oft einfache Punkte verwandelt werden.
Bei den Fast Breaks wurden die Erfurter überlaufen und es konnten oft einfache Punkte verwandelt werden.

Der Fokus der vorangegangen Trainings, auf Würfe von außen und das schnelle Umschaltspiel bei Fast Breaks, machte sich bemerkbar und der Vorsprung wurde immer weiter ausgebaut. Das dritte Viertel wurde demnach zum stärksten Spielabschnitt, da die Weimarerinnen dieses mit 10:23 Punkten deutlich für sich entscheiden konnten. Am Ende war die Punkteverteilung relativ ausgeglichen und jede Spielerin hat ihre Stärken auf dem Feld gezeigt. Gemeinsam entstand also eine sehr gute Teamleistung, auf die besonders Trainer Artom Haaf sehr stolz ist: »Wir haben bewiesen, dass wir den zweiten Platz der Liga verdienen. Die Entwicklung der Mannschaft im Laufe der Saison lässt sich zeigen und die Mädels wissen, wie sie ihre Stärken einsetzen können.«

Die starke Antonia Warnstedt (12) hier beim Freiwurf.
Die starke Antonia Warnstedt (12) hier beim Freiwurf.

Ein großes Dankeschön geht auch an die mitgereisten Zuschauer, die sich an diesem schönen Tag für die Halle entschieden haben! Wir freuen uns immer sehr über eure Unterstützung!

Ergebnis: 34:77 (12:18, 25:37, 35:60)

Agatz, Tanja: 21 (7/8 Freiwürfe) / Bleckmann, Jana: 8 / Dreßler, Alice: 8 / Kohlhoff, Julia / Rokitta, Kristin: 9 (1/3) / Schwarz, Sarah: 9 (1 Dreier) / Selzer, Anna: 11 (1/2) / Warnstedt, Antonia: 11 (3/4)

Sarah Schwarz (links) mit einem erfolgreichen Dreier.
Sarah Schwarz (links) mit einem erfolgreichen Dreier.

Fotos von Franziska Schley

Oberliga: Weimar siegt mit 102:50

Im Spiel gegen den USV Erfurt endlich wieder die magische Grenze geknackt

Am vergangenen Sonntag gastierte der USV Erfurt in der Weimarer Asbachhalle und die Rollenverhältnisse hätten klarer nicht sein können: die Routiniers aus der Landeshauptstadt rangierten auf dem letzten Tabellenplatz, während die Weimarer bis vor kurzem noch um die Meisterschaft spielten. So verwunderte es wenig, dass ein deutlicher Sieg als Zielstellung ausgegeben war, Weimar wollte seinen souveränen zweiten Tabellenplatz festigen und nach verlorenem Titelrennen in der Endphase der Saison 2014/2015 vor allem eines: Spaß haben und schönen Basketball zeigen.
Einziger Wermutstropfen war, dass die Gäste, alte Bekannte aus gemeinsamen Bezirksligatagen, stark dezimiert anreisen mussten, nur sieben Veteranen hatten den Weg in die Kulturstadt gefunden, alle anderen waren verhindert. Somit schien der Ausgang der Partie noch vorhersehbarer als nach einem bloßen Blick auf die Oberligatabelle, allerdings stemmten sich die Erfurter zumindest im ersten Viertel gegen die drohende Klatsche und hielten im ersten Spielabschnitt mit 12:18 dagegen. Dann aber fand Weimar endgültig ins Spiel und drehte auf, zahlreiche Steals und viele Fastbreaks später war klar, dass Weimar wohl mit einem deutlichen Sieg vom Parkett gehen würde, der Halbzeitstand betrug 49:22 aus Weimarer Sicht.

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Martin Mirsch (am Ball) steuerte 24 Punkte bei.

Gerade die Weimarer Flügel wilderten zunehmend in den Passwegen, Artom Haaf, Stefan Kißauer und Topscorer Martin Mirsch fingen unzählige Pässe ab und verwandelten diese konsequent in leichte Punkte. Unter den Brettern hingegen griffen die Weimarer Center wesentlich mehr Rebounds ab als die Gäste und kamen so zu einfachen Zweite-Chance-Punkten.
In der Halbzeitpause kam dann ein weiteres Highlight für die Zuschauer, die sich trotz herrlichen Frühlingswetters in der Halle eingefunden hatten. An diesem Sonntag nämlich veranstaltete Weimar die große Fanaktion mit Verlosung attraktiver Sachpreise, gestiftet von unseren Sponsoren. Jede Eintrittskarte war auch zugleich ein Los und so konnten sich viele treue Zuschauer über Trinkflaschen, Freikarten, Genießer-Sets von der Apoldaer Brauerei und als Hauptpreis eines der neuen von der Firma Glatt gesponserten Shooting Shirts freuen.

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Sachpreise bei der Tombola als Dankeschön an die treuen Fans.

Das dritte Viertel begann für die Weimarer etwas müde, so hatten die Spieler wohl einen Gang heruntergeschaltet und das heimliche Ziel, nach Jahren wieder einmal die 100-Punkte-Marke zu knacken, geriet in Gefahr. Eine Auszeit und einige Wechsel später waren die Weimarer allerdings wieder im Soll, die Rolle des Antreibers gab der mit vier Fouls belastete Leon Richter, welcher in der ersten Hälfte seine Mitspieler unermüdlich nach vorn getrieben und mit guten Pässen in Szene gesetzt hatte, bereitwillig an die agilen Combo Forwards Flo Thiersch und Tim Heinschild ab. Nach einem 16:0 Run ging die Mannschaft aus der Klassikerstadt mit 74:43 in den letzten Spielabschnitt.

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Gegen den USV Erfurt brandgefährlich: Trainingsweltmeister Jakob Harlan (am Ball; 3/5 Zweier, 1/1 Dreier, 1/1 Freiwürfe) war kaum zu halten: wie auf dem Bild sahen ihn seine Gegner meist nur noch von hinten.

Hier ließen sie dann nichts mehr anbrennen und Volker Schmidt besorgte mit seinem Jumpshot den 100. Punkt der Weimarer, sein Bruder Hagen stellte anschließend den Endstand zum 102:50 her.

Für Weimar spielten:

Mirsch 24 (2 Dreier), Haaf 15, V. Schmidt 12, Thiersch 12, Harlan 10 (1 Dreier), Kißauer 9 (1 Dreier), Hallermann 7, Richter 6 (2 Dreier), H. Schmidt 6, Heinschild 1