Coach Clinic und Regeländerungen!

Heute haben wir zwei wichtige Bekanntmachungen, die sowohl Spieler als auch Trainer und Fans des orangen Leders in Thüringen und darüber hinaus begeistern sollten:

Coach Clinic
Zwischen Freitag, dem 05.05.2017 und Sonntag, dem 07.05.2017, findet in der Weimarer „Fleischerei Blässe Arena“ (früher Asbach – Dreifelderhalle) die erste Coach Clinic Basketball statt. Alle Trainer und Übungsleiter aus Thüringen, aber auch interessierte Sportlehrer und Eltern sind dazu herzlich eingeladen. Der Unkostenbeitrag beträgt 75€. Die Coach Clinic kann zur Verlängerung aller Lizenzen angerechnet werden.

“Wir freuen uns darüber, jetzt endlich einen eigenen Kurs in Weimar statt finden zu lassen.“, sagte ein Sprecher des Organisationskommitees. „Nicht zu letzt, weil wir namhafte amerikanische College bzw. Highschool Trainer mit jahrelanger Erfahrung dafür gewinnen konnten. Neben dem aus seinen Gothaer Zeiten bekannten Jim Panse kommt auch Defensivspezialist Matt Eagle, dessen in Kennerkreisen berüchtigte „stachlige“ Verteidigungsstrategien für Thüringer Trainer interessant sein dürfte.

Eventuell könnte der Veranstaltungsort noch geändert werden. Falls sich nämlich die Weimarer Tchoukballer für das Halbfinale der Super Gold Cup Challenge der European Star League 2017 qualifizieren sollten, hätten sie Heimrecht und trügen ihr Spiel dann in der „Fleischerei Blässe Arena“ aus. „Da würden wir natürlich zurücktreten und uns nach einem alternativen Veranstaltungsort umschauen. Wir informieren zu gegebener Zeit auf unserer Homepage.“

Regeländerungen /-neuerungen
Was die Korbjäger nicht nur in Weimar, sondern bundesweit allerdings noch mehr schlaflose Nächte bereiten sollte, sind die Regeländerungen, welche der DBB (Deutscher Basketballbund) in Übereinstimmung mit den Vorgaben der FIBA ab der kommenden Saison 2017/2018 durchsetzen wird.

Wir bieten hier einen Überblick über die Änderungen:
12-Sekunden-Regel
Die 24-Sekunden-Regel (ein Angriff dauert maximal 24 Sekunden) wird beibehalten, allerdings gibt es nun auch eine minimale Angriffszeit: ein Angriff muss mindestens 12 Sekunden dauern. Die Angreifer müssen, falls sie den gegnerischen Korb bereits früher erreichen, den Ball festhalten oder passen, bis sie nach 12 abgelaufenen Sekunden werfen dürfen. Diese Regel wurde nötig, weil sich das Tempo in den letzten Jahren zusehends erhöht hat und viele Fans nicht mehr folgen konnten. Die FIBA hofft, dass sich das Spiel wieder in die richtige Richtung entwickelt.

4-Punkte-Linie
Ebenfalls ein Eingriff um eine unschöne Entwicklung im modernen Basketball zu stoppen: mittlerweile treffen zu viele Spieler Dreipunktwürfe, jeder Center drückt nach Belieben ab. Um diesen Trend zu stoppen bzw. auszugleichen wird die Dreipunktelinie (6,75m zum Korb) um eine Vierpunktelinie ergänzt (8,25m zum Korb). Auf einige Vereine kommen umfassende Bauarbeiten zu, in ihren Hallen verliefe die neue Vierpunktelinie bereits durch die eigene Zone.

Videobeweis:
Jedes Spiel kann gefilmt werden, bei Jugendspielern darf auch eine Schiedsrichtkamera (am Trikot) zum Einsatz kommen. Im Zweifel oder in Protestfällen können die Offiziellen dann das Spiel unterbrechen und ihre Entscheidungen revidieren. Auch die Vereine können Entscheidungen anfechten.

Testphase für Penalty Shoot Out:
Nach einer Saison mit überdurchschnittlich vielen Verlängerungen (bis lang: immer 5 Minuten Extra-Spielzeit bei Unentschieden) wird aber nächster Saison das Freiwurf Auswerfen (wie das Elfmeterschießen im Fußball) unter anderem in der Oberliga Thüringen getestet. Sollte es sich bewähren, denkt der DBB über eine bundesweite Einführung nach.

Diese einschneidenden Veränderungen werden den Basketball sicherlich prägen, manche Pessimisten fürchten einen Attraktivitätsverlust und protestieren lauthals. Wir laden euch ein, in den Kommentaren eure Sicht der Dinge zu teilen.

Nächste Woche übrigens kommt unser ausführlicher Bericht zur Neuwahl von Frank „Buschi“ Buschmann zum BBL Commissioner.

Playoffs: Weimar steht im Final Four

Die Oberligaherren aus Weimar haben gestern Abend das Viertelfinale vor heimischer Kulisse gegen USV Jena 2 mit 71:60 für sich entschieden und stehen damit im Final Four der besten 4 Mannschaften der Thüringer Oberliga. Dieses Abschlussturnier findet ebenfalls in Weimar statt. Nächsten Samstag (01.04.2017) geht es um 10 Uhr morgens aller Voraussicht gegen Titelverteidiger USV Jena 1, die man in der Saison bereits einmal schlagen konnte. Dennoch sind die Gäste Favorit. Der Gewinner der Partie steht dann am Sonntag (02.04.2017) um 16 Uhr im Finale, 13 Uhr steigt das Spiel um Platz 3.
Schlechtes, aber spannendes Spiel gegen USV Reserve
In einem ruppigen Spiel blieben die Hausherren auch Herren der Lage, gaben nur einmal die Führung kurz aus der Hand. Durch Unkonzentriertheiten blieb das Spiel lange unnötig lange, was jedoch für die zahlreichen Fans unterhaltsam war. Coach Norman Hallermann hätte sich sicherlich ein klareres, ruhigeres Spiel gewünscht. Letztlich zählte jedoch nur der Sieg. Weimar riss sich auch zusammen und leistete sich keine technischen Fouls, trotz einiger ungeahndeter harten Aktionen durch Jenaer Spieler, die von ihrem Spielertrainer in den höchsten Tönen motiviert wurden. Während sich im Laufe der Partie kein Spieler besonders hervortat (mit Ausnahme von Floor General und Energizer Jorge Camacho, 3 Dreier), Box Out und stringente Aktionen gegen die „Räuberzone“ oft zu schwach waren, steigerte sich das Team gegen Ende der Partie und spielte zumindest 5 Minuten auf gewohntem Level. Zum MVP des Abends spielte sich Christian „Bo“ Säuberlich, der binnen 90 Sekunden den Gästen neben 8 Punkten in Folge (darunter 2 Dreier ins Gesicht) auch reinen Wein einschenkte und den Sieg klar machte. Fans und Mannschaft feierten den Sieg und freuen sich nun auf das Final Four.

U19 nur eine Halbzeit ebenbürtig

Im letzten Ligaspiel der Saison empfing man den Tabellenzweiten aus Erfurt. Die Gäste drückten gleich im ersten Viertel dem Spiel ihren Stempel auf und so lag Weimar schnell mit 2:16 hinten. Auch im zweiten Viertel fand man in der Defense kein Mittel gegen den USV und leistete sich dazu noch viele einfache Ballverluste. So ging es mit einem 35 Punkte Rückstand in die Halbzeit.

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U14 Weimar: Leichter Aufwärtstrend

Weimars jüngste Korbleger werden immer besser – Steigerung in den letzten Spielen
Für einen Sieg reichte es in den letzten beiden Spielen einfach noch nicht, dennoch zeigt die Formkurve steil nach oben. Sowohl die Einzelspieler als auch das Team als Ganzes werden von Woche zu Woche besser. In einer Liga, die im Schnitt deutlich älter, größer und erfahrener ist, schlägt sich unsere U14 mix wacker, auch wenn zur Zeit nur 2 Siege bei 9 Niederlagen zu Buche stehen.
Mit drei starken Vierteln in den letzten beiden Spielen haben die Jungs um Kapitänin Lotte Bendig deutlich gezeigt, dass sie hart an sich arbeiten und die antizipierte maue Saison wenigstens zur Weiterentwicklung genutzt wurde. „Wir schauen diese Spielzeit nicht auf den Tabellenrang. Im Prinzip ist es nicht so wichtig, wo wir am Ende stehen, solange sich ALLE Spieler entscheidend verbessert haben, technisch und vom Basketballverständnis her weiter sind als noch zu Saisonbeginn.“, sagt Trainer Hagen Schmidt. „Wir haben nur drei Spieler des Jahrgangs 2003, dem ältesten Jahrgang der U14 heuer. Wir freuen uns also auf die kommenden beiden Spielzeiten, wenn unsere Jungs und Mädels wachsen, sich koordinativ weiterentwickeln und mit dem Rest der Liga mithalten können. Dann sollte dieses Team auch tabellarisch erfolgreich mitspielen.“
Auf die Einstellung lässt der Coach aber nichts kommen: „Wir, Benjamin Hidalgo und ich, freuen uns über die rege Trainingsbeteiligung. Zur Zeit wächst ein Fundament des Weimarer Basketballs heran, das uns in den kommenden Jahren noch viel Freude bereiten kann. Die Kinder und Jugendlichen sind motiviert und lernen viel dazu. Immer mehr Kinder beginnen schon früh mit Basketball und kommen nicht mehr ausschließlich als 13/14jährige Quereinsteiger zu uns.

Weimar U14 vs. USV Jena 28:66
Das Hinspiel ging noch 103: 41 aus, Weimar wurde regelrecht überfahren und sammelte dann einige einfache Punkte durch starke Einzelaktionen im letzten Viertel. Das Rückspiel sah dann schon eher wie Basketball aus. Die erste Halbzeit war die vermutlich beste der gesamten Saison, 19:28 stand es da noch aus Weimarer Sicht, die Gastgeber wehrten sich nach Kräften, brachen dann jedoch auf Grund mangelnder Routine in der zweiten Hälfte ein. Gerade das strukturierte Spiel nach vorn und die konzentrierte Verteidigung zeigen langsam Wirkung.

Saalfeld vs. Weimar U14 107:38
Eine deutlichere Niederlage setzte es am vergangenen Wochenende, als gegen die wesentlich größeren Gegner aus Saalfeld nur selten ein Kraut gewachsen war. Viele einfache Fehler im Spielaufbau, die mangelnde Passqualität und unsichere Dribblings gegen Pressverteidigung machten ein Spiel auf Augenhöhe unmöglich. Aber auch hier eine Steigerung zu verzeichnen: im Hinspiel unterlag man ebenfalls auswärts 117:18.

Fakt ist, dass wir weiter an uns arbeiten, um in der nächsten Saison durchzustarten und vielleicht sogar schon in den letzten drei Saisonspielen noch einen Sieg zu holen. Wir danken unseren Fans für die treue Unterstützung.

Playoffs, Baby!

Weimar siegt im letzten Saisonspiel gegen Gotha und beendet die reguläre Saison als Vierter – Heimrecht gesichert

Zufrieden sahen sie aus, die Oberliga Herren der SG HSV KSSV Weimar am vergangenen Samstag (18.03.2017), nachdem sie Gotha 3 auswärts mit 97:69 geschlagen hatten. Der Heimvorteil fürs anstehende Playoff Viertelfinale (kommenden Samstag, 25.03.2017, 19 Uhr in der Innenstadthalle, Gropiusstraße) war schon beim letzten Sieg gesichert worden. Nun galt es, Wiedergutmachung für die knappe Hinspielniederlage zu betreiben. Mit diesmal genügend Centerspielern im Gepäck reisten die Goethtestädter nach Gotha, um bereits 10 Uhr (!) das letzte Saisonspiel zu bestreiten. Der Gegner war klar jünger, aber auch athletischer und schnell. „Wir wollten die Jungs auf keinen Fall unterschätzen. Jeder von ihnen hat eine solide Grundausbildung bekommen, alle können werfen und trauen sich auch zum Korb zu ziehen.“, meinte Spielertrainer Norman Hallermann nach dem Spiel. „Wir wollten es ihnen so schwer wie möglich machen, trainieren nun vor den Playoffs wieder dreimal pro Woche.“
Schwer wurde der Start allemal – beide Teams gingen ein hohes Tempo und gerade für Weimar rollten die Schnellangriffe sehr gut – gerade Martin Mirsch und Hagen Schmidt brachten mit gemeinsam 19 Punkten ihre Mannschaft immer wieder in Front (4. Minute 14:5; 7. Minute 23:10). Nach den ersten Spielerwechseln kam aber ein Bruch ins Spiel, der die Gastgeber wieder unnötig nah herankommen ließ (29:27 nach dem ersten Viertel!).
In der Folge spielten die Weimarer dann aber all ihre Routine herunter, punkteten vor allem unterm Brett, von der Freiwurflinie, aber auch im Fastbreak. Norman Hallermann dominierte mit seinem Zug zum Korb im zweiten Viertel, Florian Thiersch den dritten Abschnitt mit ein paar schönen Distanzwürfen.
Zur Halbzeit stand es 51:38, nach drei Vierteln 79:53. Den deutlichen Endstand besorgte man dann auch angefeuert von der U12 von Science City Jenas, die mit Trainer Hagen Schmidt das folgende Spiel bestreiten sollten. So gewannen die Weimarer vor Heimkulisse das letzte Saisonspiel verdient und fiebern nun dem Playoff Viertelfinale gegen USV Jena 2 entgegen.
Zwei schöne Fußnoten des Spiels: Neuzugang Erik Zeller scorte seine ersten Punkte für Weimar; Rookie und jüngster Stammspieler Max Schriewer kam auf sein Season High mit 8 Punkten, darunter ein dominanter Dunk über zwei Gothaer hinweg.

Für Weimar spielten:
Mirsch (29), Hallermann (17), H. Schmidt (17), Thiersch (14), Camacho (8), Schriewer (8), Säuberlich (2), Zeller (2), Kißauer

OL Herren gewinnen gegen Gera 76:64

Heimvorteil in den Playoffs gesichert – Weimar gewinnt vorletztes Saisonspiel

Ohne Leistungsträger wie Spielertrainer Norman Hallermann und Aufbauspieler Jorge Camacho haben die Weimarer einen wichtigen Sieg errungen, auch wenn dieser nicht standesgemäß hoch ausfiel. Mit einer konstanten Mannschaftsleistung und phasenweise starker Defense besiegte man den Aufsteiger und Tabellenletzten aus Gera 76:64. Damit wurde der vierte Platz gesichert; damit einher geht das Heimrecht zu Beginn der Playoffs (Viertelfinale in Weimar (25.03.2017, 19 Uhr in der Innenstadthalle, Gropiusstraße. Weimar wirkte nicht immer hundertprozentig konzentriert, leistete sich ab und an einfache Fehler gegen den Gegner, der sich vor allem auf Grund von Einzelleistungen zweier Führungsspieler im Rennen hielt. Von den Rängen kam wieder mehr Unterstützung, was die Jungs von Assistant Coach Hagen Schmidt sichtlich motivierte. Top Scorer war ein alter Bekannter: Volker Schmidt hatte sich aus Köln aufgemacht und verstärkte das Team nach Kräften. Bei ihm standen am Ende 16 Punkte und 12 Rebounds auf dem Konto.

Für Weimar spielten:

Schmidt, V. 16 (4/6 FW), Mirsch 15 (7/7 FW, 2 Dreier), Kißauer 12 (2 Dreier), Säuberlich 10 (2 Dreier), Thiersch 10, Schmidt H. 9 (5/6 FW), Richter 2, Schriewer 2, Agic, Meier, Weiß