Fehlendes Wurfglück besiegelt knappe Niederlage

Eigentlich hatten die Vorzeichen gut gestanden. Eigentlich. Das Bezirksligateam der SG HSV-KSSV Weimar war am späten Sonntagnachmittag mit 12 Spielern und einigen Ambitionen nach Erfurt gereist. Dort wartete mit Motor Gispersleben ein Rivale, der zur Zeit in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt ist. Weimar hatte also die Favoritenrolle, doch es kam alles ganz anders: Mit 50:56 mussten die Mannen um Spielertrainer Philip Thomisch letztendlich mit gesenkten Köpfen die Heimreise antreten. Auch die stillsten Träume von den Spitzenplätzen in der Weststaffel dürften damit erst einmal ganz weit nach hinten rücken.

In Sachen kämpferischer Leistung vorbildlich: Weimars Forward Leonard Suttner.
In Sachen kämpferischer Leistung vorbildlich: Weimars Forward Leonard Suttner. Foto:Heinicke

Zunächst sicherten sich die Weimarer den besseren Start in der Erfurter Sporthalle Muldenweg. Mit einem 8:0-Lauf brachten sich die Gäste in eine wahrlich gute Ausgangsposition. Sowohl die Guards als auch die Innenspieler der SG HSV-KSSV sorgten für leichte Punkte.

Das sollte sich jedoch ändern. Nachdem das erste Viertel mit 20:14 in der Hand der Weimarer Basketballer blieb, drehten die Hausherren im zweiten Spielabschnitt ausichtsreich auf. Und ein spielentscheidendes Problem zeigte sich aus Sicht der SG HSV-Victoria schon dann: Gispersleben traf seine Würfe von außen – Weimar nicht. „Nennen wir es Wurfglück“, so Spielertrainer Philip Thomisch, „aber so etwas kommt im Basketball selbst in den höchsten Ligen vor. Man kann nicht viel tun, wenn man sich gute Würfe herausspielt und sie dann nicht trifft.“

Was sein Team aber durchaus hätte vermeiden können waren eine Reihe an Ballverlusten im zweiten und dritten Viertel. Nicht zuletzt diese führten dazu, dass die Erfurter den 26:24-Halbzeitstand zum Ende des dritten Viertels ausgleichen konnten (38:38). In der näheren Vergangenheit hatte sich Weimars Bezirksligateam immer wieder in knappen Spielen bewährt und diese für sich entschieden – diesmal kam es jedoch anders. „Ich weiß nicht, warum wir manche Entscheidungen auf dem Feld so getroffen haben“, meinte Power Forward Goran Kosutic zerknirscht, „in den Auszeiten haben wir vieles anders besprochen.“ So fanden die Gäste weder in den eigenen Schnellangriff, noch lief der Ball ausreichend gut um Gispersleben vor Probleme zu stellen. Einizig und allein der aufopferungsvolle Kampf in der Defense blieb den Spielern der SG HSV-KSSV. Hier tat sich Leonard Suttner als kämpferischster Spieler besonders hervor.

Was jedoch dann in den entscheidenden Minuten des vierten Viertels passierte, wird wohl noch einige Tage für Frust und Ratlosigkeit auf Seiten der Basketballer um Spielertrainer Philip Thomisch sorgen: Einem Drei-Punkte-Rückstand hinterherlaufend stoppten mehrere Weimarer Gisperslebens Christian Macheleid beim Wurf. Ein Pfiff des Unparteiischen ertönte. Dieser versetzte die Bank der Gäste derart in Rage, dass der Schiedsrichter folgerichtig ein technisches Foul gab. Die Folge: drei Freiwürfe für Gispersleben. Zwar saß nur einer davon, der Punkt aber genügte um Weimar zum Stop-the-clock-Spiel zu verdammen. Allerdings verpuffte die anschließende Ganzfeldpresse schließlich im Jubel der Gisperslebener.

Stimme Spielertrainer, Philip Thomisch (SG HSV-KSSV Weimar): „Nüchtern analysiert war es die eigene Wurfquote, die heute das Spiel knapp gemacht hat. Hinzu kamen einige Unkonzentriertheiten im Set-Play. Sechs Punkte durch ein paar Würfe von außen zu kompensieren, ist für die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf eigentlich kein Problem gewesen. Heute war es ein Problem und daran lässt sich nichts ändern. Ändern müssen wir, was im vierten Viertel passiert ist.“

Scoring Weimar: Kosutic 13, Augustin 11 (2 Dreier), Thomisch 8 (2/3 FW), Andresen 5, Schröder 5, Gebauer 3, Agic 2, Kampmann 2, Kleindienst 1, Hidalgo, Sieweke, Suttner.

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