Information Nachwuchs – U16

Teamfoto_U16Das am kommenden Sonntag angesetzte Heimspiel der Weimarer U16 gegen die BV Eisenach Tigers wird auf grund einer Doppelbelegung nicht in der Sporthalle Innenstadt/Gemeinschaftsschule ausgetragen!

Stattdessen wird die Landesliga-Partie in der Sporthalle „An der Hart“ in Oberweimar ausgetragen. Der Sprungball erfolgt nach wie vor um 10 Uhr.

Informationen zur Anfahrt sind hier zu entnehmen (Weiterleitung auf alte Homepage).

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Ein etwas anderes Spitzenspiel

Sonntagnachmittag, wenige Spielerinnen auf beiden Seiten, ein Schiedsrichter, verspäteter Anpfiff – alles andere als gute Voraussetzungen für das Spitzenspiel der Thüringer Damen-Oberliga. Es hatte fast Freundschaftsspielcharakter als die Weimarer Damen beim Erstplatzierten BC Erfurt I zu Besuch waren. Die klare Favoritenrolle der Erfurter war allen Beteiligten bewusst. Trotzdem wollten die Weimarer ein gutes Spiel zeigen – sie hatten nichts zu verlieren.

In den ersten Minuten mussten sich beide Mannschaften zunächst aufeinander einstellen und ins Spiel kommen. Von Beginn an konnten die Weimarer durch ihre Defensive die Erfurter relativ in Schach halten, die in den meisten Spielen bisher an die 100 Punkte verbuchten. Nur die Bewegungen nach vorne ließen durch Unsicherheit und unüberlegten Aktionen zu wünschen übrig. Die Spielerfahrung und das gute Zusammenspiel der Erfurter fanden immer wieder Lücken in der Defensive der KSSV-Damen. Somit stand es nach dem ersten Viertel 19:8 für die Gastgeber und der Vorsprung wurde im Laufe des Spieles immer weiter ausgebaut.

Weimar war zunächst unsicher und die Spielerinnen trauten sich nicht, gegen die Mann-Verteidigung direkt zum Korb zu ziehen. Trotzdem konnten durch einige gute Angriffe Punkte gemacht werden. Nach und nach erkannten sie, dass die Zone attackiert werden konnte. Somit wurden entweder Chancen zum Punkten erspielt oder auch Fouls der Erfurter provoziert.

Ein faires Spiel mit einem klaren Ergebnis nahmen die Weimarer Damen am Ende mit nach Hause. Trotz der deutlichen Niederlage ist Trainer Artom Haaf mit seinen Mädels zufrieden und stolz auf den Einsatz und die Intensität aller Spielerinnen durch das gesamte Spiel.

Die neu gewonnene Spielerfahrung gibt für die letzten Begegnungen dieser Saison Selbstbewusstsein und die KSSVlerinnen wollen definitiv den zweiten Platz in der Liga halten.

Ergebnis: 71:31 (19:8, 39:15, 53:21)

Laura Bendig: 5 (3/6 Freiwürfe), Steffi Dittrich: 5 (3/3), Alice Dreßler, Caro Hein: 5 (1/2), Kristin Rokitta: 8 (2/2), Sarah Schwarz: 3 (1/4), Toni Warnstedt: 5 (3/4)

Den schlechten Vorzeichen entgegen

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Job erledigt! Die Weimarer um Spielertrainer Philip Thomisch (Mitte) holten in dezimierter Besetzung den wohl wichtigsten Auswärtssieg der Saison. Foto: Heinicke


Eisenach/MS – Das vorletzte Auswärtsspiel dieser Saison führte die Spielgemeinschaft HSV-KSSV nach Eisenach. Eine vermeintlich leichte Aufgabe, nachdem das Hinspiel in eigener Halle deutlich gewonnen wurde. Allerdings stand dieses Mal nur eine kleinere Kaderauswahl zur Verfügung, welches sich besonders unter dem Korb bemerkbar machen sollte. Mit Jasper Andresen und Goran Kosutic fehlten die gewohnten Starter auf den großen Positionen und damit auch deren sonstige Präsenz. Nun musste es also Weimars rumänischer Innenspieler Endre Papp sein, der an beiden Enden des Spielfeldes diese ausstrahlte. Auf den Flügelpositionen debütierten mit Nils Feldmann und David Fritz gleich zwei neue Spieler. Ein gutes Omen, denn erneut haben es zwei Studenten aus der Kulturstadt damit in den Kader geschafft.

Unter beengten Hallenverhältnissen sollte eine druckvolle Halbfeldpresse von Beginn an gleich für klare Verhältnisse sorgen, allerdings führte Dies nicht zum gewünschten Erfolg. Die Eisenacher sorgten für einen offenen Schlagabtausch und auf Weimarer Seite war es vor allem Philip Thomisch, der die Mannschaft in Schlagdistanz hielt. Gleich drei Dreipunkte-Würfe gelangen ihm im ersten Viertel. Im Gegensatz dazu waren leider die Wurfversuche aus der Nahdistanz in der Anfangsphase trotz ansprechender Spielzüge nur selten erfolgreich.

Beim Gegner war es das Duo – Martin Otto und Philipp Martin – auf der Flügel- und Centerposition, welches das Spiel gestaltete und besonders in Korbnähe für Gefahr sorgte. Saß Endre auf der Bank, gelang es zu diesem Zeitpunkt nicht, den gegnerischen Big Man zu stoppen. Daraus resultierte dann auch der Zehn-Punkte-Rückstand im zweiten Viertel. Der Schlüssel zum letztendlichen 64:62-Auswärtserfolg war die ab diesem Zeitpunkt großartige Mannschaftsleistung, welche vor allem in der Verteidigung die fehlende Größe mit unbändigem Einsatzwillen ausglich. Und so beantwortete Weimar den Lauf der Gastgeber sehr eindrucksvoll: Nach einem 13:0-Lauf unsererseits war das Spiel gedreht und es ging mit einem dünnen Punktepolster in die zweite Halbzeit. Leider war außer Philip,welcher am Ende auf 21 Punkte kam, an diesem Tag niemand mit besonders viel Wurfglück ausgestattet, sodass es in der Folgezeit immer spannend blieb. Allerdings blieb die Führung jederzeit in unseren Händen, da im rechten Moment doch immer erfolgreich abgeschlossen wurde.

Dieser Umstand blieb bis zum Ende der Spielzeit erhalten. Im Angriff gesellten sich einige erfolgreiche Einzelaktionen zum gelungenen Teamplay hinzu und in der Verteidigung versuchten die Fünf auf dem Feld mit vereinten Kräften einfache Punkte unter dem Korb zu

Erstes Spiel und gleich ein Sieg: Weimars Nils Feldmann (l.) und David Fritz (r.), die gleich ihren Teil zum Sieg beitragen konnten.
Erstes Spiel und gleich ein Sieg: Weimars Nils Feldmann (l.) und David Fritz (r.), die gleich ihren Teil zum Sieg beitragen konnten.

verhindern. Besonders Timmy Yang und Julian Kampmann machten das gemeinsam nun immer besser. Für den Extrakick an Energie sorgte wie gewohnt Leo (Leonard Suttner), sodass den Eisenachern langsam die Zeit davon lief. Diese versuchten nun am Ende des Spiels die Uhr mit schnellen Fouls zu stoppen und schickten wechselweise Damir Agic und Martin Schröder an die Linie. Leider zeigten diese mit einer Quote von 3/8 in dieser Phase durchaus Nerven. Entscheidend waren die letzten Sekunden des Spiels, in welchen das Momentum zuerst beim Gastgeber lag. Die Taktik konsequent zu foulen und auf vergebene Freiwürfe zu hoffen schien von Erfolg gekrönt zu sein, besonders als kurz vor Schluss ein erfolgreicher Dreipunktwurf von Philipp Martin das Spiel wieder komplett offen gestaltete.

Erneut wurde Damir an die Linie geschickt und blieb leider erfolglos, jedoch landete der vergebene Wurf in den Händen vom Teamkollegen Martin, welcher dann sofort gefoult wurde und anschließend den Endstand herstellte. Ein Fehler der Eisenacher, der das Spiel schlussendlich entscheiden sollte. Unterm Strich machte die herausragende Teamleistung den Unterschied an diesem Tag aus.

Statement Spielertrainer (Philip Thomisch, SG HSV-KSSV Weimar): „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die heute für ihr Team gekämpft haben. Die Vorzeichen standen nicht derart gut, da wir nur einen einzigen Spieler dabei hatten, der die klassische Centerposition spielen kann. Aber vor allem Timmy und Leo haben fehlende Zentimeter durch Einsatz und Willen ausgeglichen. Wir können uns bei ihnen bedanken. Positiv war auch, dass wir in der Offensive recht flexibel gespielt haben. Wir sind als Mannschaft in einem fortschreitenden Prozess, Basketball gemeinsam zu verstehen und deshalb erfolgreich zu sein. Toll, wenn dann Studenten wie David und Nils ihr erstes Spiel für uns machen und man den Eindruck hat, dass diese gleich in die Struktur hereinwachsen.“

Scoring Weimar: Thomisch 21 (4 Dreier, 3/4 FW), Papp 15, Agic 8, Suttner 6, Schröder 4, Yang 4, Fritz 2, Feldmann 2, Kampmann 2, Kleindienst.

Text: Martin Schröder

Big-Point verpasst – Saisonziel trotzdem im Blick

In einem Spiel mit Licht und Schatten verlor das Weimarer Bezirksligateam am vergangenen Sonntag sein Heimspiel gegen den Seamróg BC Nordhausen mit 53:79. Damit verflog auch gleichzeitig die Chance, einen ernsthaften Angriff auf Tabellenplatz drei zu starten und eben jenen Gegner einen Rang nach unten zu stoßen.

Viel Licht boten die Spieler der SG HSV-Victoria dabei in Halbzeit eins: Nach einem guten Start ins Spiel setzte man die körperlich größeren, aber auch langsameren, Gäste kurz vor der Halbzeit stark unter Druck. Der 27:27-Gleichstand zur Halbzeit schmeichelte schon eher den Nordhäusern. Viel Schatten von Weimarer Seite brachte dann aber die zweite und entscheidende Spielhälfte. Zu wenig Bewegung, zu wenig Mut, fehlende Lockerheit – so richtig kam vor allem die Offensive der Kulturstädter nicht mehr ins Laufen. „Ich glaube das tat allen zwölf Spielern richtig weh. Minuten zuvor hast du den Gegner nahezu im Griff, und dann fällt einfach absolut gar nichts“, so der Erklärungsversuch von Spielertrainer Philip Thomisch.

Eine gute Nachricht gab es jedoch dann am Abend aus Sicht der Bezirksliga-Basketballer doch noch zu vermelden: Konkurrent Gotha verlor sein Schlüsselspiel gegen Erfurt-Gispersleben am späten Nachmittag. Somit kann am kommenden Samstag (21.02. um 17 Uhr) gegen Eisenach ein wichtiger Schritt in Richtung des eigenen Saisonziels (Top 4) gemacht werden.

Scoring Weimar: Kosutic 12, Thomisch 1o (2 Dreier), Papp 9, Suttner 6, Gebauer 6, Schröder 4, Agic 3 (1 Dreier), Kampmann 2, Andresen 1, Hidalgo, Kleindienst, Zlotowski.

Verrückte Oberliga – Weimars Herren mit 2. Chance

Nach der herben Niederlage gegen den Titelverteidiger, Langzeitrivalen und derzeiten Tabellenführer USV Jena I hatten sich einige der ersten Herren bereits mit dem Los des „ewigen Zweiten“ auch in dieser Spielzeit abgefunden.
Nun aber hat sich eine neue Chance aufgetan: während sich unsere Oberligajungs mit dezimierten Line-up im Spiel am vergangenen Samstag (14.02.2015) gegen Science City Jena III keine Blöße gaben und zu früher Morgenstunde (Anpfiff um 9 Uhr) die Gastgeber in der Sparkassenarena 80:77 schlugen, verlor USV Jena I in Erfurt völlig überraschend bei der zweiten Mannschaft des BC mit 77:79. Damit haben beide Mannschaften jeweils eine Niederlage auf dem Konto und es kommt am 28.02.2015 um 19 Uhr zum absoluten Spitzenspiel um die Krone in der höchsten Thüringer Spielklasse, vorausgesetzt beide Mannschaften gewinnen alle anderen Spiele in der Liga. Die Weimarer freuen sich über die unerwartete Schützenhilfe und auf das Rückspiel gegen den Übergegner.
Zunächst gilt es jedoch, die Pflichtaufgaben zu erfüllen und am 21.02.2015 um 20 Uhr in eigener Halle den BC Erfurt III zu besiegen, bevor es dann am folgenden Wochenende zu dem Endspiel schlechthin nach Jena geht.

Die Wochenendvorschau

So langsam geht die Saison in die entscheidende Phase: Mitte Februar werden für nahezu alle Weimarer Mannschaften die Weichen gestellt, wohin es in der Spielzeit 2014/15 denn nun geht. Das ist am kommenden Wochenende nicht anders. Die gute Nachricht vorweg: Am Sonntag gibt es einen regelrechten Basketball-Marathon in der Sporthalle Innenstadt (Gemeinschaftsschule). Zwei Jugendmannschaften, ein Herrenteam und unsere Damen „verziehen sich unter die Erde“, um ihre Heimspiele auszutragen.

Der Überblick:

Auszeit
Am Samstag Frühaufsteher: Weimars Oberliga-Herren.

Oberliga Herren: Ein langer Freitagabend wird es für die Spieler von Martin Mirsch wohl diese Woche nicht werden. Zum einen ist ja Training und zum anderen wurde das Gastspiel beim jungen Team von Science City Jena III (5-6, Tabellenplatz fünf) auf Samstag – 9 Uhr – vorverlegt. Das mag schon ein wenig abschrecken, aber die Weimarer Oberligamannschaft (9-1, Tabellenzweiter) kann sich am Sonnabend trotzdem belohnen: Zum einen wird auf dem schönen Pro A-Parkett der Sparkassenarena gespielt, zum anderen möchte sich das Team sicher mit einem Sieg zurückmelden, da ja zuletzt die unglaubliche Siegesserie von neun Spielen in Folge gerissen ist. Früh aufstehen und gewinnen – das also die Devise!

Wieder ein Heimspiel: Weimars Roman Kleindienst freut´s. ;-)
Wieder ein Heimspiel: Weimars Roman Kleindienst freut´s. 😉

Bezirksliga Herren: Ganz ähnlich sollte es auch den Bezirksliga-Basketballern gehen. Diese haben ein spielfreies Wochenende hinter sich, an dem die Ein-Punkt-Niederlage von Gotha verarbeitet werden konnte. Am Sonntag kommt aber ein ganz harter Brocken in die Sporthalle Innenstadt: der Semaròg BC Nordhausen (6-4, Tabellendritter). Das körperlich recht präsente Team von Spielertrainer André Rummel zählt definitiv zu den Besten der Liga und ist im Kampf um das Saisonziel ein direkter Konkurrent der SG HSV-Victoria (6-4, Tabellenvierter). Rein an den Tabellenplatzierungen, die derzeit nur durch den direkten Vergleich zu Stande kommen, wird bereits klar, dass es um einiges geht. Die junge Truppe um Spielertrainer Philip Thomisch freut sich also über jede Unterstützung, wenn am Sonntag um 14:30 Uhr der Sprungball erfolgt.
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Chance zum Volltreffer für die Damen des KSSV.
Chance zum Volltreffer für die Damen des KSSV.

Oberliga Damen: Zweiter gegen Dritter heißt es dann aber auch bei den Damen. Nun ja, es wird ein Spieltag der Tabellennachbarn. So reisen die Ladybaskets Jena III (5-2, Tabellendritte) ebenfalls am Sonntag nach Weimar, um sich ab 17 Uhr (SH Innenstadt), mit den KSSV-Mädels (7-2, Tabellenzweite) zu messen. Vorsicht ist da schon geboten: Die Gäste haben bisher noch zwei Spiele weniger absolviert als die Spielerinnen von Trainer Artom Haaf. Mit Weimar gleichzuziehen ist also aus Jenaer Sicht noch möglich. Ein Grund mehr also, unsere Damen zu unterstützen.
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Nachwuchs: Der Sonntagvormittag gehört definitiv den Weimarer Nachwuchsmannschaften. Zuerst empfängt die U16-Mannschaft (4-5) des Trainergespanns Thomisch und Harlan das bisher sieglose Tabellenschlusslicht BiG Gotha II (o-10). „Das sieht auf dem Papier vielleicht leicht aus“, meint Trainer Philip Thomisch angespannt, „aber ich denke das wird ein schwerer Kampf. Gotha hält mehr gegen, als der Tabellenrang es derzeit aussagt und wir müssen uns konzentrieren, die Fehler auf eigener Seite zu minimieren.“ Zumal die Partie schon um 9 Uhr in der SH Innenstadt beginnen wird… .

Gleich danach möchte die Weimarer U19 eine gute Visitenkarte abgeben. Um 11:45 Uhr (ebenfalls in der  SH Innenstadt) gilt es gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld auf Augenhöhe zu spielen. Das ist die Truppe des USV Erfurt (5-7, Tabellenrang sechs), gegen die wirklich alles gegeben werden muss. Nur so kann das Team von Trainer Jan Schreiber die Niederlagenserie von nunmehr elf Spielen beenden. „Wir wissen, dass wir mehr können als wir bisher zeigen konnten“, stellt dieser vorab klar, „der Schlüssel ist es, über 40 Minuten konstant aufzutreten. Dann ist alles möglich.“
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Das Lied vom Scheitern

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Aufbauspieler Philip Thomisch an der Freiwurflinie. Foto: Heinicke

Fassungslos waren Weimars Bezirksligabasketballer nach dem gestrigen Abpfiff – fassungslos über das Geschehene, fassungslos über eine turbulente letzte Spielminute, über die so richtig wohl niemand den Überblick hatte. 55:54 leuchtete das Ergebnis auf der Anzeigetafel in der Sporthalle der Gothaer Arnoldischule. Diskussionen mit den Unparteiischen waren genauso zu sehen wie Diskussionen unereinander. Warum waren die Schützlinge um Spielertrainer Philip Thomisch derart aufgebracht?

Nun, zum einen hatte man gerade eine eigentlich sichere Führung aus dem dritten Viertel heraus verspielt und schlussendlich mit nur einem Punkt verloren. Zum anderen war eine aus Weimarer Sicht katastrophale letzte Minute in die Hände der Gothaer Gastgeber gefallen. Etwa 50 Sekunden vor Schluss – die SG HSV-Victoria führte noch knapp – versuchte Point Guard Martin Schröder einen Schnellangriff nach eigenem Ballverlust zu stoppen. „Ein taktisches Foul, das ich auch machen wollte“, so der erfahrene Aufbauspieler. Aber die Referees zeigten das Foul als unsportlich an, was neben den Freiwürfen auch Ballbesitz für Gotha bedeutete. „Das kann ich bei der vorherigen Linie der Schiedrichter nicht nachvollziehen“, meinte Power Forward Goran Kosutic zerknirscht, „bei durchaus härteren Kontakten zuvor gab es gar keinen Pfiff.“ Pfiffe hin, Pfiffe her: Zwölf Weimarer hatten auch das zweite Auswärtsspiel der Rückrunde knapp verloren, und das wohl auch nicht erst in der letzten Spielminute.

Im ersten Viertel punkteten beide Mannschaften recht zuverlässig, mit 15:13 hatte Gotha die Nase knapp vorn. Anders sah es schon zur Halbzeit aus, da Weimar sich mit einem Punkt in Front gesetzt hatte (24:25). Die Hausherren konnten einige ihre Abschlüsse wirklich glücklich verbuchen, setzten aber auch ganz offene Würfe ab und an daneben. Weimar machte das Spiel über Aufbauspieler Philip Thomisch zusehens schneller, kam zu Punkten aus den Fastbreak und Überzahlspiel. Vor allem Shooting Guard Damir Agic profitierte davon, schoss sich zwischenzeitlich fast in einen Rausch – einfach alles schien zu fallen für ihn.

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Toll gepunktet aber dennoch verloren: Flügelspieler Damir Agic. Foto: Heinicke

Hätten sich nicht gleichzeitig immer wieder Löcher in der High-Post-Verteidigung aufgetan, so wäre die Spielweise der Gäste durchaus als solide zu bezeichnen gewesen. Diese und das im vierten Viertel einsetzende Wurfglück der Gothaer begünstigten dann allerdings die erfolgreiche Aufholjagd der Blau-Weißen. Die Kulturstädter hingegen verloren etwas den roten Faden in der eigenen Offensive: Schwierige Pässe und gedeckte Würfe zeugten zwar durchaus vom Willen die Verantwortung zu übernehmen, kosteten in der Folge aber die nötigen Punkte auf der Anzeigetafel.

Und so kam es zu der gefürchteten letzten Spielminute, in der die Gothaer in heimischer Halle alles richtig machten. Die entscheidenden Punkte fielen dann von der Freiwurflinie, während die Basketballer der SG HSV-KSSV die Uhr stoppen mussten. Noch einen Einwurf bei 2,6 Sekunden – ein letzter Strohhalm, an dem sich Weimar festklammerte. Vielleicht fällt ja der Wurf des freigespielten Felix Augustin, dann würde man jubeln, das schwache vierte Viertel schnell vergessen. Aber er fiel nicht. Kein Jubel, kein vergessenes viertes Viertel. „Uns fehlt noch die Reife, ein Spiel auswärts so abgezockt zu gewinnen, wie es sich viele heute vorgestellt hatten. Wir hätten lieber unsere Überlegenheit im Schnellangriff und auch in der Verteidigung zeitweise besser ausgespielt, dann kommt es gar nicht zu so einer letzten Spielminute“, schätze Spielertrainer Philip Thomisch ein. Auf ihn und sein Team kommen anstrengende Wochen zu, in der das Saisonziel (Top4) gesichert werden soll.

Scoring Weimar:  Augustin 13 (2 Dreier), Agic 13 (1 Dreier), Thomisch 8 (1 Dreier), Papp 6, Andresen 6, Gebauer 3, Kosutic 2, Schröder 2, Kleindienst 1, Kampmann, Sieweke, Suttner.