Den schlechten Vorzeichen entgegen

Jobdone_Philip_Damir_002
Job erledigt! Die Weimarer um Spielertrainer Philip Thomisch (Mitte) holten in dezimierter Besetzung den wohl wichtigsten Auswärtssieg der Saison. Foto: Heinicke


Eisenach/MS – Das vorletzte Auswärtsspiel dieser Saison führte die Spielgemeinschaft HSV-KSSV nach Eisenach. Eine vermeintlich leichte Aufgabe, nachdem das Hinspiel in eigener Halle deutlich gewonnen wurde. Allerdings stand dieses Mal nur eine kleinere Kaderauswahl zur Verfügung, welches sich besonders unter dem Korb bemerkbar machen sollte. Mit Jasper Andresen und Goran Kosutic fehlten die gewohnten Starter auf den großen Positionen und damit auch deren sonstige Präsenz. Nun musste es also Weimars rumänischer Innenspieler Endre Papp sein, der an beiden Enden des Spielfeldes diese ausstrahlte. Auf den Flügelpositionen debütierten mit Nils Feldmann und David Fritz gleich zwei neue Spieler. Ein gutes Omen, denn erneut haben es zwei Studenten aus der Kulturstadt damit in den Kader geschafft.

Unter beengten Hallenverhältnissen sollte eine druckvolle Halbfeldpresse von Beginn an gleich für klare Verhältnisse sorgen, allerdings führte Dies nicht zum gewünschten Erfolg. Die Eisenacher sorgten für einen offenen Schlagabtausch und auf Weimarer Seite war es vor allem Philip Thomisch, der die Mannschaft in Schlagdistanz hielt. Gleich drei Dreipunkte-Würfe gelangen ihm im ersten Viertel. Im Gegensatz dazu waren leider die Wurfversuche aus der Nahdistanz in der Anfangsphase trotz ansprechender Spielzüge nur selten erfolgreich.

Beim Gegner war es das Duo – Martin Otto und Philipp Martin – auf der Flügel- und Centerposition, welches das Spiel gestaltete und besonders in Korbnähe für Gefahr sorgte. Saß Endre auf der Bank, gelang es zu diesem Zeitpunkt nicht, den gegnerischen Big Man zu stoppen. Daraus resultierte dann auch der Zehn-Punkte-Rückstand im zweiten Viertel. Der Schlüssel zum letztendlichen 64:62-Auswärtserfolg war die ab diesem Zeitpunkt großartige Mannschaftsleistung, welche vor allem in der Verteidigung die fehlende Größe mit unbändigem Einsatzwillen ausglich. Und so beantwortete Weimar den Lauf der Gastgeber sehr eindrucksvoll: Nach einem 13:0-Lauf unsererseits war das Spiel gedreht und es ging mit einem dünnen Punktepolster in die zweite Halbzeit. Leider war außer Philip,welcher am Ende auf 21 Punkte kam, an diesem Tag niemand mit besonders viel Wurfglück ausgestattet, sodass es in der Folgezeit immer spannend blieb. Allerdings blieb die Führung jederzeit in unseren Händen, da im rechten Moment doch immer erfolgreich abgeschlossen wurde.

Dieser Umstand blieb bis zum Ende der Spielzeit erhalten. Im Angriff gesellten sich einige erfolgreiche Einzelaktionen zum gelungenen Teamplay hinzu und in der Verteidigung versuchten die Fünf auf dem Feld mit vereinten Kräften einfache Punkte unter dem Korb zu

Erstes Spiel und gleich ein Sieg: Weimars Nils Feldmann (l.) und David Fritz (r.), die gleich ihren Teil zum Sieg beitragen konnten.
Erstes Spiel und gleich ein Sieg: Weimars Nils Feldmann (l.) und David Fritz (r.), die gleich ihren Teil zum Sieg beitragen konnten.

verhindern. Besonders Timmy Yang und Julian Kampmann machten das gemeinsam nun immer besser. Für den Extrakick an Energie sorgte wie gewohnt Leo (Leonard Suttner), sodass den Eisenachern langsam die Zeit davon lief. Diese versuchten nun am Ende des Spiels die Uhr mit schnellen Fouls zu stoppen und schickten wechselweise Damir Agic und Martin Schröder an die Linie. Leider zeigten diese mit einer Quote von 3/8 in dieser Phase durchaus Nerven. Entscheidend waren die letzten Sekunden des Spiels, in welchen das Momentum zuerst beim Gastgeber lag. Die Taktik konsequent zu foulen und auf vergebene Freiwürfe zu hoffen schien von Erfolg gekrönt zu sein, besonders als kurz vor Schluss ein erfolgreicher Dreipunktwurf von Philipp Martin das Spiel wieder komplett offen gestaltete.

Erneut wurde Damir an die Linie geschickt und blieb leider erfolglos, jedoch landete der vergebene Wurf in den Händen vom Teamkollegen Martin, welcher dann sofort gefoult wurde und anschließend den Endstand herstellte. Ein Fehler der Eisenacher, der das Spiel schlussendlich entscheiden sollte. Unterm Strich machte die herausragende Teamleistung den Unterschied an diesem Tag aus.

Statement Spielertrainer (Philip Thomisch, SG HSV-KSSV Weimar): „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die heute für ihr Team gekämpft haben. Die Vorzeichen standen nicht derart gut, da wir nur einen einzigen Spieler dabei hatten, der die klassische Centerposition spielen kann. Aber vor allem Timmy und Leo haben fehlende Zentimeter durch Einsatz und Willen ausgeglichen. Wir können uns bei ihnen bedanken. Positiv war auch, dass wir in der Offensive recht flexibel gespielt haben. Wir sind als Mannschaft in einem fortschreitenden Prozess, Basketball gemeinsam zu verstehen und deshalb erfolgreich zu sein. Toll, wenn dann Studenten wie David und Nils ihr erstes Spiel für uns machen und man den Eindruck hat, dass diese gleich in die Struktur hereinwachsen.“

Scoring Weimar: Thomisch 21 (4 Dreier, 3/4 FW), Papp 15, Agic 8, Suttner 6, Schröder 4, Yang 4, Fritz 2, Feldmann 2, Kampmann 2, Kleindienst.

Text: Martin Schröder

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s