Kleine ganz groß

Samstagmittag, schönes Wetter, viele Menschen mit guter Laune auf den Straßen. Aber wer fehlt? Genau, die Weimarer Basketballerinnen. Denn diese versteckten sich in der Sporthalle des Erfurter Gutenberggymnasiums. Auch wenn die Sonne vor der Tür bleiben musste, herrschte gute Stimmung und die Damen erwarteten mit Spannung und Motivation den Anpfiff um 13 Uhr.

Das Hinspiel gegen die zweite Mannschaft vom Basketball Club Erfurt konnte im November mit fast 20 Punkten (in anderen Kreisen als ›Tore‹ bekannt) Vorsprung gewonnen werden. Dieses Mal wollten die KSSVlerinnen ein noch besseres Spiel auf das Parkett legen und ihren zweiten Platz in der Oberliga verteidigen.

Die zuvor in der Zeitung angekündigte »volle Kapelle« schrumpfte im Laufe der Woche leider und so waren lediglich 8 Spielerinnen aus Weimar dabei. Darunter ausschließlich Aufbau- und Flügelspielerinnen, die gelegentlich mal im Training als Center aushelfen. Somit konnte zunächst leider nicht auf ein starkes Spiel innerhalb der Zone gesetzt werden. Als Stärken sollten demnach Schnelligkeit und die Treffsicherheit von außen gelten.

Alice Dreßler behauptet sich in der Defensive.
Alice Dreßler behauptet sich in der Defensive.

Von Beginn an verteidigten die Weimarerinnen ihre eigene Zone sehr stark und einsatzbereit. Allerdings fanden die Erfurter immer wieder kleine Lücken und konnten ihre Punkte verbuchen. Doch die meiste Zeit wurden durch Steals und unerwarteten Rebounds immer wieder neue Angriffe für die Weimarer ermöglicht. Besonders (normalerweise) Aufbauspielerin Antonia Warnstedt konnte sich unter dem Korb durchsetzen und eroberte den Ball immer wieder zurück. Die vielen Möglichkeiten in der Offensive wurden zunächst allerdings durch unkonzentrierte Pässe oftmals verschenkt. Am Ende des erstes Viertels waren lediglich 6 Punkte mehr für Weimar auf der Zähltafel zu sehen (12:18). Nach und nach wurde Weimar aber sicherer und fand immer mehr Spaß am Spiel. Viele Fastbreaks gelangen und der Zug zum Korb provozierte einige Fouls der Erfurter. Auch wenn diese nicht immer von den Schiedsrichtern gesehen wurden, wurde Weimar offensiv stetig stärker.

Die Ballgewinne in der Defensive wurden direkt in Angriffe umgewandelt. Hier Alice Dreßler mit dem schnellen Dribbling nach vorne.
Die Ballgewinne in der Defensive wurden direkt in Angriffe umgewandelt. Hier Alice Dreßler mit dem schnellen Dribbling nach vorne.
Bei den Fast Breaks wurden die Erfurter überlaufen und es konnten oft einfache Punkte verwandelt werden.
Bei den Fast Breaks wurden die Erfurter überlaufen und es konnten oft einfache Punkte verwandelt werden.

Der Fokus der vorangegangen Trainings, auf Würfe von außen und das schnelle Umschaltspiel bei Fast Breaks, machte sich bemerkbar und der Vorsprung wurde immer weiter ausgebaut. Das dritte Viertel wurde demnach zum stärksten Spielabschnitt, da die Weimarerinnen dieses mit 10:23 Punkten deutlich für sich entscheiden konnten. Am Ende war die Punkteverteilung relativ ausgeglichen und jede Spielerin hat ihre Stärken auf dem Feld gezeigt. Gemeinsam entstand also eine sehr gute Teamleistung, auf die besonders Trainer Artom Haaf sehr stolz ist: »Wir haben bewiesen, dass wir den zweiten Platz der Liga verdienen. Die Entwicklung der Mannschaft im Laufe der Saison lässt sich zeigen und die Mädels wissen, wie sie ihre Stärken einsetzen können.«

Die starke Antonia Warnstedt (12) hier beim Freiwurf.
Die starke Antonia Warnstedt (12) hier beim Freiwurf.

Ein großes Dankeschön geht auch an die mitgereisten Zuschauer, die sich an diesem schönen Tag für die Halle entschieden haben! Wir freuen uns immer sehr über eure Unterstützung!

Ergebnis: 34:77 (12:18, 25:37, 35:60)

Agatz, Tanja: 21 (7/8 Freiwürfe) / Bleckmann, Jana: 8 / Dreßler, Alice: 8 / Kohlhoff, Julia / Rokitta, Kristin: 9 (1/3) / Schwarz, Sarah: 9 (1 Dreier) / Selzer, Anna: 11 (1/2) / Warnstedt, Antonia: 11 (3/4)

Sarah Schwarz (links) mit einem erfolgreichen Dreier.
Sarah Schwarz (links) mit einem erfolgreichen Dreier.

Fotos von Franziska Schley

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