Niederlage im Freundschaftsspiel

Weimar unterliegt Eisenach in der Off-Season mit 74:87

Eisenach (hs): In der heißen Phase der Saisonvorbereitung hat die Landesligamannschaft der SG HSV-KSSV Weimar ihr erstes von drei Testspielen absolviert. Am Sonntagabend (30.08.2015) gastierte die Mannschaft von Spielertrainer Philip Thomisch auswärts bei Lok Eisenach. Acht Spieler hatten die Reise zum Fuß der Wartburg angetreten und sich für den Test beim Landesligisten der Staffel West viel vorgenommen: so sollte die neue Mannverteidigung durchgehend effizient gespielt werden und im Angriff die neuen Systeme eingelaufen werden. Insgesamt gingen die Weimarer das Spiel weniger als eine Partie, die es um jeden Preis zu gewinnen galt, sondern als Training einer neu aufgestellten, ambitionierten Mannschaft an.

Die sechs Spieler unter Verstärkung von Jakob Harlan (Oberligamannschaft) und Benjamin Hidalgo erwischten allerdings einen schwachen Start und ließen bei mangelnder Help-Side-Verteidigung zu viele einfache Körbe zu. Nur dank starkem Ball Movement am anderen Ende des Feldes fiel der Abstand zum Ende des ersten Viertels vergleichsweise gering aus – nach den ersten 10 Minuten stand es 25:32 aus Weimarer Sicht. Zahlreichen bitteren Aussetzern in der Defense standen einige sehr schöne Pässe und viele Dreier entgegen; Hagen Schmidt fand den freien Jakob Harlan allein im ersten Viertel dreimal jenseits der Linie, letzterer lief heiß und kam am Ende auf 15 Punkte. Auch Philip Thomisch (22 Punkte!) war aus der Distanz gefährlich und verhinderte Schlimmeres.

Im zweiten Spielabschnitt kam mehr Ruhe ins Weimarer Spiel, die Mannschaft kommunizierte besser in der Verteidigung und schaltete schneller von Offense in Defense und umgekehrt. Ein großes Problem blieb die geringe Reboundrate, gegen durchschnittlich längere Eisenacher, welche 12 Spieler aufbieten konnten, hatten die Gäste zu oft das Nachsehen. Im Angriff punkteten die Weimarer sehr ausgeglichen, außerdem brachte Henry Zlotowski frischen Wind von der Bank. Einen herben Dämpfer erlitt Weimar kurz vor der Pause: der bis dahin sehr strukturiert und selbstlos spielende Swingman Roman Kleindienst knickte nach Einwirkung des Gegners um und konnte die Partie nicht fortsetzen, wir wünschen ihm an dieser Stelle eine schnelle Genesung.

Im dritten Viertel brach die Verteidigung wieder ein, der Spielabschnitt wurde 14:22 abgegeben und stellte damit das schwächste Viertel dar.

Im vierten Viertel gab es eine sichtbare Steigerung, alle Weimarer gingen energisch nach den Rebounds, hier zeichneten sich vor allem Julian Kampmann und Nils Feldmann aus. Die Verteidigung stand über weite Strecken gut, der Angriff geriet nun aber ins Stocken, Weimar konnte kaum Boden gut machen. Mit einigen Wechslern mehr, einer Zonenverteidigung und höherer Konzentration wäre sicher mehr drin gewesen, doch stand heute das Ausprobieren und Experimentieren mit neuen Ansätzen im Vordergrund.

Wir drücken unseren Verletzten die Daumen, bedanken uns bei einem fairen Gastgeber Lok Eisenach und einem souveränen Schiedsrichter Lutz Teutzschler für die faire Partie und freuen uns auf die kommenden Herausforderungen.

Stats Corner (Weimar: Eisenach)

Spielabschnitte: 25:32 / 43:51 / 57:73 / 74:87

Fouls: 8:20

Dreier: 9:1

Für Weimar spielten: Feldmann, Harlan (15 Punkte, 4 Dreier), Hidalgo ( 6 Punkte, 1 Dreier), Kampmann (3 Punkte), Kleindienst, Thomisch (22 Punkte, 2 Dreier, 8/9 Freiwürfe), Schmidt (11 Punkte, 1 Dreier), Zlotowski (17 Punkte, 1 Dreier)

Angriff ★★★✰✰

Verteidigung ★★✰✰✰

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