Vermasselter Saisonauftakt?

Zumindest in Sachen Teamgeist nichts vorzuwerfen: Weimars Landesligabasketballer. (Bild aus der Vorsaison)
Zumindest in Sachen Teamgeist nichts vorzuwerfen: Weimars Landesligabasketballer. (Bild aus der Vorsaison)

Am vergangenen Samstag lieferten sich Weimars Landesligaherren zum Auftakt der Saison 2015/16 ein spannendes und knappes Duell in der Landeshauptstadt. Vorm Gegner und Gastgeber USV Erfurt hatte man bereits vorab den nötigen Respekt bekundet, schließlich spielte dieser im Vorjahr noch in der Oberliga des Freistaates, also zwei Klassen höher. Was beim Ertönen der Schlusssirene in der altehrwürdigen Erfurter Universitätssporthalle zu Buche stand, war eine knappe 56:68-Niederlage und die dringende Frage, ob man nun von einem vermasselten Saisonstart sprechen kann.

„Auch ich bin da geteilter Meinung“, stellte Weimars Spielertrainer Philip Thomisch nach der Partie klar, „vom Endergebnis her ist diese Niederlage ganz sicher keine Schande. Mit ein bisschen mehr Verstand, besseren Entscheidungen und nicht zuletzt mehr Wurfglück hätte das aber schon anders ausgehen können.“ Dabei konnte man der defensiven Leistung der Kulturstädter zumindest in Sachen Wille und Kampf nicht einmal viele Vorwürfe machen: Dass von Seiten des USV mit Stefan Jordanland (19), Karsten Mannack und Philipp Schröter (je 12) sowie Sebastian Vogelsang (10) gleich vier langjährig erfahrene Spieler zweistellig punkteten, konnte man jedoch schon vorab einplanen. Viel mehr war es die Weimarer Offensivabteilung, die einfach nicht konstant spielte. „So richtig wollte bei uns nicht viel fallen, vor allem von außen nicht“, meinte Shooting-Guard Damir Agic (12 Punkte, davon immerhin 2 Dreier) knapp. Das perfekte Mittel, die meist tiefe Erfurter Zonenverteidigung zu bestrafen, fehlte also. Auf Seiten der SG HSV-Victoria avancierte Neuzugang Jonny vom Dahl (17 Zähler) zum Top-Scorer. Jedoch wirkte der athletische Flügelspieler manchmal auch noch wie ein Fremdkörper im Offensivgefüge. „Nicht nur Jonny, sondern das ganze Team muss in den nächsten Wochen mehr Geduld auf dem Feld haben, bessere Entscheidungen erkennen, verstehen und treffen“, so Thomisch.

Statistisch gesehen siegte mit dem Universitätssportverein Erfurt ganz klar die erfahrenere Mannschaft: Jedes Viertel ging schlussendlich knapp an die Gastgeber. Vor allem im Rebounding ließen sich deren Innenspieler oft nicht lumpen, griffen zu und erzielten wichtige Zähler aus zweiten Möglichkeiten. Eben das war es, was den Weimarern ein ums andere Mal fehlte, obwohl in der Defense aufopferungsvoll zusammengewirkt wurde und einige Steals zu leichten Punkten führten.

Auch wenn das berüchtigte Quäntchen zur Siegerstraße noch gefehlt hat, gibt es nun klare Ansatzpunkte. Spätestens am Samstag in zwei Wochen (17. Oktober) sollte es besser laufen. Denn dann feiern die Weimarer Landesligabasketballer ihre Heimspielpremiere gegen Gispersleben (17 Uhr, SH Innenstadt). Was könnte da besser passen als der erste Saisonsieg?

Scoring Weimar: Vom Dahl 17 (5/10 FW), Agic 12 (2 Dreier), Zlotowski 7 (1 Dreier), Schröder 6 (2 Dreier), Thomisch 5 (1 Dreier), Kosutic 4, Schmidt 3 (1 Dreier), Papp 2, Kleindienst, Feldmann, Zedler, Kampmann.

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