Landesligaherren liefern sich verrückten Krimi

Weimars Herren unterliegen knapp gegen Nordhausen mit 79:80

In einem Spiel, das wirklich alles zu bieten hatte, was der Basketballsport hergibt, hatten am Sonntagabend die Landesligajungs um die Spieltrainer Hagen Schmidt und Philip Thomisch leider knapp das Nachsehen, können nach der gezeigten Leistung jedoch optimistisch in die Zukunft blicken. Zu Gast waren diesmal die Tabellenzweiten von Seamrog Nordhausen und schon im Vorfeld hatte man sich auf eine spannende Partie eingestellt.
11707461_10153687451124378_1201193209920188599_n„Wir hatten in der Vergangenheit bereits zweimal knapp verloren und wollten dieses Mal den Sieg holen. Unsere Vorbereitung war an den Möglichkeiten im Amateursport gemessen optimal, wir haben uns taktisch, technisch und mental, teilweise in Sonderschichten, auf den Gegner eingestimmt. Wir haben uns Spiele live und auf Video angeschaut, um der Vielseitigkeit der Gäste Rechnung zu tragen. Dass es am Ende nicht geklappt hat, ist schmerzhaft, aber ein Riesenkompliment an die Jungs, alle haben super mitgezogen. Das Erreichte gibt uns Selbstvertrauen und Optimismus.“, sagte Trainer Hagen Schmidt nach dem Spiel.

Besonders gut waren die Goethestädter allerdings nicht gestartet, gleich das erste Viertel ging mit 12:28 verloren. Dies war jedoch vor allem auf mangelnde Konzentration zurückzuführen. „Wir haben das Spiel im ersten Viertel in den Sand gesetzt, hier haben wir es aus der Hand gegeben. Etwas mehr Disziplin und der Sieg wäre absolut drin gewesen.“, meinte Small Forward Roman Kleindienst, der extra einen Familienurlaub unterbrach, um seine Mannschaft zu unterstützen.

Dass Weimar im Rennen blieb, war im zweiten Spielabschnitt vor allem Kraftpaket Jonny vom Dahl (13 Punkte) und Scharfschütze Damir Agic (16 Punkte, 4 Dreier!) zu verdanken, beide trafen aus allen Lagen und verkürzten für und mit ihrer Mannschaft zum 44:47-Halbzeitstand.

Das dritte Viertel gestaltete sich ausgeglichen, Nordhausen spielte gewohnt souverän auf und beeindruckte mit großer Beweglichkeit und guten Drives. Weimar wiederum pendelte sich jedoch auf Mittelmaß ein und vergab die Chance eines Führungswechsels, wenngleich weiter wichtige Punkte fielen.

Zum veritablen Basketballkrimi und echten Hingucker entwickelte sich dann aber das letzte Viertel, in dem Weimar dank seines unermüdlich ackernden Point Guards Philip Thomisch im Spiel blieb. Er selbst machte aus einem 71:77 einen 77:77-Gleichstand, wobei er von außen, am Brett und auf der Freiwurflinie einen kühlen Kopf bewahrte. Und anschließend übernahm Publikumsliebling Timmy Yang (10 Punkte) Verantwortung und netzte zwei Freiwürfe zur erstmaligen 79:77-Führung 5.8 Sekunden vor Schluss ein. Allein, Ironie des Schicksals war es, dass es auch Yang war, der bei einem folgenden Einwurf unglücklich den Ball verlor und in der Folge den Gegner foulte. Den ersten Freiwurf verwandelte Nordhausen (79:78), der zweite ging daneben, doch statt den so wichtigen Rebound abzugreifen, ließen die Weimarer die Gäste noch einmal zum Wurf kommen und ein Tip-In fand den Weg ins Netz und zum 79:80-Endstand mit der Schlusssirene.

12193710_738628366267840_2624581503026741596_nDanach brachen in der Innenstadtsporthalle alle Dämme und die Emotionen übermannten beide Teams – Nordhausen überglücklich, Weimar ungläubig und bitter enttäuscht.

„Wir alle werden uns noch lange an diese Partie erinnern. Auch wenn wir nicht gewonnen haben, haben wir Basketball auf gutem Niveau, vor allem in Halbzeit zwei, gesehen und können von dieser verrückten Erfahrung einiges mitnehmen. Heute haben sich alle Spieler enorm weiterentwickelt und für die Fans war das ein filmreifes Spiel, bloß mit unglücklichem Ausgang für uns. „, resümierte Goran Kosutic, der trotz Rückenbeschwerden seinem Team zur Verfügung stand.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren treuen Fans für ihre Anfeuerung, den souveränen Schiedsrichtern für eine gut geleitete Partie, einem sehr fairen, sympatischen Gegner für ein starkes Spiel und freuen uns auf das Rückspiel in Nordhausen!

Nächstes Wochenende geht das Abenteuer weiter, dann gastieren wir am Sonntag, dem 15.11.2015 um 19 Uhr in der Sparkassenarena des Pro-A-Ligisten Science City Jena und hoffen, vor professioneller Kulisse überzeugen zu können.

Fun Fact: Mit dem heutigen Spiel hat sich Weimar zum Spitzenteam der Liga in Sachen 3-Punkte-Würfe geschossen 🙂

Für Weimar spielten:

Thomisch (23 Punkte, 2 Dreier, 7/8 Freiwürfen), Agic (16, 4 Dreier), vom Dahl (13), Yang (10), Kosutic (5, 1 Dreier), Schmidt (5, 1 Dreier), Kleindienst (4), Papp (3), Andresen, Feldmann, Grüter-Birgaoanu, Kampmann

Oberligaherren kassieren erste Niederlage

Unnötige Pleite gegen Tabellenachten

Am vergangenen Samstag verloren unsere Oberligaherren die Partie gegen USV Jena II mit 51:87 und kassierten damit im vierten Spiel die erste Niederlage der noch jungen Saison. Allerdings hielten die Weimarer Tabellenplatz zwei und können die Tabellenspitze aus eigener Kraft am nächsten Wochenende beim Heimspiel gegen Science City Jena IV (Samstag, 14.11.2015, 20 Uhr) zurückerobern.
Umso ärgerlicher war die Niederlage ob des Umstands, dass man das erste Viertel mit 25:16 für sich Entschied und bis zur Halbzeit mit 37:30 führte. Dann allerdings kam der Einbruch, begleitet wie zu oft in der Vergangenheit von unüberlegten Einzelaktionen, unnützen Diskussionen mit den Schiedsrichtern und mangelnder Konzentration und Disziplin im Sinne des Teams. Der Ausfall der Langzeitverletzten Volker Schmidt und Stefan Kißauer sowie des beruflich verhinderten Markus Gekeler machte sich schmerzlich bemerkbar.
Wir werden diese Woche hart trainieren und an uns arbeiten, um den peinlichen Auftritt vergessen zu machen und bedanken uns bei den mitgereisten Fans.

Eine Mannschaft, drei Spiele, drei Siege!

Einen wohlverdienten Sieg konnte die Mannschaft vom KSSV Victoria Weimar am vergangenen Sonntag gegen die Damen von Science City Jena verbuchen.
Bis jetzt ungeschlagen in der Thüringer Oberliga können sie sich somit zunächst den zweiten Platz in der Tabelle sichern. Lediglich Regionalliga-Absteiger USV Jena I liegt vor ihnen.
Das Spiel begann positiv und Weimar konnte sich einen wichtigen Vorsprung erarbeiten. Eine gute Defensive, viele Steals und die daraus resultierenden Fast Breaks machte es den Jenaerinnen schwer. Trotzdem wurden durch hektische Bewegungen viele Chancen vergeben und so landeten nur wenig Punkte auf der Anzeigetafel. Die akribischen Schiedsrichterinnen machten von Anfang an deutlich, dass ein körperlich intensives Spiel nicht erlaubt ist. Beide Mannschaften bekamen demnach schnell viele Fouls und mussten sich darauf einstellen. Auch durch viele Schrittfehler auf beiden Seiten wurde das Spiel oft angehalten und zog sich somit in die Länge. Das erste Viertel konnte Weimar schließlich mit einer geringen Punktzahl von 11:7 für sich entscheiden.
Das zweite Viertel sah ähnlich aus. Allerdings wurde Weimar immer sicherer und ein konzentriertes und kluges Angriffsspiel konnte den Abstand vergrößern. Mit 36:25 ging es dann in die Pause. Jena wollte sich nicht geschlagen geben und motivierte sich von Neuem. Die Weimarerinnen mussten dagegenhalten und kämpfen, um ihren Vorsprung zu verteidigen. Viele Turnover durch Schrittfehler oder Fehlpässe gaben Jena zu viele Chancen zum Punkten. Das dritte Viertel war demnach ausgeglichen (14:14).
Auch im vierten Viertel sah das Spiel ähnlich aus. Auch mit vielen vergebenen Chancen am Korb konnten die Gastgeber trotzdem noch die nötigen Punkte machen, um die Jenaerinnen hinter sich zu lassen. Der am Anfang herausgespielte Abstand wurde bis zum Ende gehalten. Allerdings gab es immer wieder Phasen, in denen Jena gefährlich nah kam und eine konstante konzentrierte Leistung fehlte auf Weimarer Seite.
Coach Artom Haaf: „Wir konnten unsere Vorteile nutzen und das Spiel zu unserem machen. Die vielen Fouls kamen uns am Ende zugute. Die Mädels haben es am Ende klug ausgespielt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Besonders stolz bin ich auf die Mannschaftsleistung und das Gemeinschaftsgefühl, das auch auf dem Spielfeld zu sehen war. Ich freue mich, dass jede Spielerin ihre persönliche Stärken zeigen konnte.“

Wir wollen uns an dieser Stelle noch einmal besonders bei den vielen Zuschauern bedanken, die uns von der Seitenlinie angefeuert haben und uns motivierten. Wir entschuldigen uns für die lange Spielzeit und dass der Anfang vom Tatort teilweise verpasst wurde. 😉

Endergebnis:
66 : 53 (11:7 / 36:25 / 50:39 )

Agatz: 19 (9/11 Freiwürfe), Dittrich: 12 (2/4), Warnstedt: 10 (4/12), Bendig: 7 (3/4), Schley: 5 (1/3), Rokitta: 5 (1/2), Trescher: 4, Dreßler: 4, Kohlhoff

Erster Sieg im ersten Heimspiel

Weimarer Landesligaherren holen verdienten Heimsieg gegen Apolda

Im dritten Spiel der noch jungen Saison 2015/2016 fuhren die Landesligaherren einen deutlichen 76:45-Sieg vor heimischen Publikum ein. Nach Niederlagen gegen den USV Erfurt und Sömmerda gelang es der Mannschaft um das Trainerduo Hagen Schmidt/ Philip Thomisch über eine energische Defense ins Spiel zu kommen und den Vorsprung nach und nach auszubauen. Nur einmal im zweiten Viertel gab man die Führung kurz aus der Hand, ackerte sich dann aber durch tollen Teambasketball und eine solide Rotation stets frischer Spieler nach vorn.

Vor den Augen von ca. 40 Fans (vielen Dank für die lautstarke Unterstützung!) ging das erste Viertel mit 12:6 an die Hausherren und war geprägt von einem gegenseitigen Abtasten. Weimar erspielte sich freie Würfe, die zunächst aber nicht den Weg ins Netz fanden. Hinzu sorgte unnötiger Foul-Trouble von Starting Center Jonny Vom Dahl für Unruhe, welche aber durch Geduld und Struktur wett gemacht wurde.

Im zweiten Spielabschnitt, welcher 19:20 ausging (Halbzeitstand 31:26), fanden beide Mannschaften öfter den Weg zum Korb, wobei sich die Gäste an der Mannverteidigung Weimars oft genug die Zähne ausbissen und härter für ihre Punkte arbeiten mussten, während die Gastgeber durch gutes Ball Movement und in Person von Thomisch und Vom Dahl dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Auch die anderen Starter Roman Kleindienst, Julian Kampmann und Timmy Yang ließen dem Gegner kaum Ruhe, reboundeten stark und liefen unermüdlich die im Sommer unter Thomisch etablierten Systeme.

Nach kurzer Ansprache in der Kabine starteten die Weimarer in eine furiose zweite Halbzeit, in der sie uneinholbar davon zogen. Hier wurde die Mannschaft, in der jeder scoren konnte und die eine ungeahnte Reboundüberlegenheit ablieferte, vor allem von Jasper Andresen und Goran Kosutic getragen, die Lücken in der Zone gnadenlos ausnutzten. Folge richtig ging man mit einer 49:37-Führung in den letzten Spielabschnitt.

Hier wurden erneut konsequent die Lücken gesucht, die Aufbauspieler Thomisch und Martin Schröder fanden häufig den freien Mann, Weimar erarbeitete sich mehrere Fast Breaks und zog unermüdlich Fouls. Auch auf Grund einiger disziplinarischer Aussetzer beim Gegner und höchster Konzentration bis zum Schlusspfiff gewann man das letzte Viertel mit 27:8. Grund hierfür war auch der frische Wind, den die Bank (37 Punkte!) aufs Spielfeld bringen konnte. Spieler wie Henry Zlotowski, Endre Papp und Christopher Ganseforth hielten das Tempo hoch und glänzten durch ihre Erfahrung bzw. Athletik offensiv und defensiv mit schönen Aktionen.

Flügelspieler Roman Kleindienst resümierte nach dem Spiel: „Wir haben heute aus allen Lagen getroffen, mit zunehmender Dauer des Spiels umso besser, auch von außen hat es dann prima geklappt“. Und Jonny Vom Dahl fügte hinzu: „Heute hat in Sachen Kommunikation alles gestimmt. Und wer auch immer gespielt hat, jeder hat sich nahtlos ins System eingefügt. Wir hatten so viele Spielerrotationen auf dem Feld und jede hat einen klasse Job gemacht.“

Unser Partner in der Saison 2015/16.
Unser Partner in der Saison 2015/16.

Zufrieden zeigte sich auch der neue Trainer Hagen Schmidt: „Ehrlich gesagt, habe ich mich heute von meiner zweiten Sportart, dem Rugby, inspirieren lassen. Schließlich war James Naismith, der Erfinder des Basketball, auch Rubgy-Coach: harte bedingungslose Verteidigung, selbstloser Angriff, Ballbesitz und Respekt den Schiedsrichtern gegenüber haben uns heute geholfen, unseren Weg zu finden. Wir werden weiter daran arbeiten, das volle Potential dieses Teams auszuschöpfen.“

Starting Point Guard Philip Thomisch fasste abschließend zusammen: „Dass unsere ersten vier Spiele auch gegen die stärksten Teams der Liga gehen, hilft uns zu analysieren, wo wir mit unserem Team stehen. Wir wollen uns nach oben orientieren und es mit den härtesten Konkurrenten aufnehmen, attraktiven, modernen Basketball spielen und für die ein oder andere Überraschung sorgen.“

Schon am nächsten Sonntag ist das Team gefordert, um 15 Uhr empfangen die Goethestädter, die nun auf Platz vier in der Liga rangieren, den Zweitplatzierten Nordhausen.

Für Weimar spielten:
Vom Dahl (17 Punkte, 5/8 Freiwürfe), Thomisch (13, 5/7), Schmidt (10, 2 Dreier), Kosutic (9, 1 Dreier), Andresen (7), Ganseforth (4, 1 Dreier), Yang (4), Kleindienst (3), Schröder (3, 1 Dreier), Kampmann (2), Papp (2), Zlotowski (2)