Pokalaus für Damen und Herren

Niederlagen gegen starke Gegner in Ordnung, aber zu hoch

Sowohl die Oberliga-Damen als auch die Landesliga-Herren waren in der vergangenen Woche im Pokal gefordert. Beide Mannschaften traten als Underdogs an, erstere gegen Oberligaprimus USV Jena I, zweitere gegen BC Erfurt I aus der 1. Regionalliga.
Gleich in der jeweils ersten Runde des Thüringenpokals hatten die Teams diese Kracherlose gezogen und verloren erwartungsgemäß, allerdings in beiden Fällen zu hoch.
Damen – Endstand: 43:93
In der ungewohnten Asbachhalle und mit Personalsorgen ließen unsere Mädels die Gäste schnell davonziehen, bäumten sich noch einmal auf, hatten aber im 2. Viertel wenig entgegenzusetzen. Vor allem Jenas athletische Aufbauspielerin mit ihrem kompromisslosen Drive stellte Weimar immer wieder vor große Probleme.
Herren – Endstand: 39:124
Da die Oberliga-Herren nicht im Pokal antreten (Trainerentscheidung), halfen mit Markus Gekeler, Artom Haaf und  Jakob Harlan drei Akteure aus, um die ersatzgeschwächten Landesligisten zu komplettieren. Überraschungen blieben jedoch aus, zwar gab es einige schöne Spielzüge, Erfurt gewann jedoch durch höhere Wurfquoten und bessere Athletik.

„Am Ende geht es darum, dass alle Spaß hatten und sich niemand verletzt hat. Wir hätten selbst noch mehr scoren und hinten einige leichte Fast Breaks vermeiden können, wenn wir ruhiger gewesen wären.“ Trainer Hagen Schmidt

„Der Pokal folgt seinen eigenen Gesetzen. Wir genießen die Atmosphäre, die Spieler und Fans sehen auch mal andere Gegner. Überraschungen sind immer möglich, diesmal war aber nichts zu holen. Wir sind mit beiden Teams in ähnlichen Besetzungen schon jeweils ins Pokalhalbfinale gestürmt, aber Losglück gehört natürlich auch dazu.“ Trainer Artom Haaf

Lasst uns froh und munter sein und uns über viele Punkte freu´n…

…beim nächsten Mal vielleicht: Weimarer Damen machen sich eigenes Nikolausgeschenk mit Sieg gegen Ladybaskets II

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v.l.n.r.: Laura, Victoria, Toni, Steffi, Tanja, Kristin, Alice, Franzi, Julia, Franzi und Artom

›Willkommen zum St. Nicholas-Bash‹ hieß es vergangenen Sonntag in der Innenstadtsporthalle in Weimar.
Ein weiteres wichtiges Spiel wartete auf die Weimarerinnen, um ihren zweiten Platz in der Liga zu verteidigen. Sie gingen gegen die zweite Mannschaft von den Ladybaskets Jena als Favorit in das Spiel. Trotzdem war die Zusammensetzung der Jenaerinnen unbekannt und Weimar wollte die Mannschaft nicht unterschätzen.
Die Erfahrung aus den letzten Spielen sollte an diesem Tag helfen, um ein sicheres Spiel auf das Parkett zu bringen. Von Beginn an setzte Coach Artom Haaf auf die Schnelligkeit seiner Spielerinnen und appellierte an eine intensive Defensive, um die Punkte der Jenaerinnen gering zu halten und viele einfache Punkte durch Fast Breaks zu erreichen.
Der erste Teil dieses Plans funktionierte: viel Druck auf den Ball und eine aufmerksame 3-2 Zone konnten einige Ballgewinne verbuchen. Ein temporeiches Spiel nach vorn brachte viele Chancen zum Punkten. Doch an dieser Stelle scheiterte der Plan: zu viele vergebene einfache Möglichkeiten erklären das geringe Ergebnis der Weimarerinnen. Dieses Phänomen zog sich durch das gesamte Spiel. Coach Haaf verzweifelte teilweise an der Seitenlinie: »Es ist unsere Halle mit unseren Körben. Ich verstehe nicht, warum die Mädels nicht getroffen haben. Sie hätten sich für ihre gute Defensive und den guten und sicheren Spielaufbau viel mehr belohnen können.«

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Stark: die Defense unserer Mädels

Trotz alledem konnte sich Weimar gleich im ersten Viertel einen Vorsprung sichern (14:5). Dieser wurde jederzeit gehalten, konnte durch die geringe Treffsicherheit allerdings nicht großartig ausgebaut werden. Captain Alice Dreßler: »Wir hatten viele klare Aktionen, aber haben die Punkte verschenkt. Wir hatten einfach viel Pech.«
Doch trotzdem sind alle stolz auf den Sieg und konnten den zahlreichen Zuschauern ihre Stärken zeigen. Jede Spielerin konnte punkten, was die gute Teamleistung bestätigt.
Belohnt wurden die Damen nach dem Spiel mit einem Besuch vom Nikolaus höchstpersönlich. Der Coach löste sein Versprechen ein, nach einem Sieg kleine Überraschungen zu verteilen.

Endergebnis:
44:28 (14:5 / 20:11 / 36:22)

Agatz 12 (3 / 6 FW; 1 Dreier), Rokitta 10 (3 / 5 FW; 1 Dreier), Trescher 4 (2 / 2 FW), Warnstedt 4, Bendig 4, Dreßler 4, Schreiber 2, Schley 2, Kohlhoff 2

Wiedergutmachung im doppelten Sinne

Weimar schlägt mit toller Teamleistung den USV Erfurt mit 71:59 und ist wieder Tabellenzweiter
Ob es am Nikolaus lag, der den Weg in die Halle gefunden hatte, den vielen Fans, die uns nach vorne trieben oder an der neuen Trainingsstrategie, werden wir vielleicht nie erfahren, allerdings präsentierten sich die Landesligaherren aus Weimar um Trainergespann Hagen Schmidt und Philip Thomisch nach der unnötigen Schlappe gegen Arnstadt und pünktlich zum Nikolaustag wie ausgewechselt und in völlig neuem Licht.
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„Wir haben zu unseren alten Stärken zurückgefunden – Selbstlosigkeit, Tempo und zwingende Verteidigung.“, konstatierte Combo-Guard Christopher Ganseforth nach dem Spiel. Und in der Tat sahen die Weimarer Fans einen engagierten Auftritt gegen die Landeshauptstädter, denen man zum Saisonauftakt noch 56:68 unterlegen gewesen war. Nach anfänglichem Rückstand wendeten die Weimarer, die erneut mit 12 Mann aufliefen und häufig auswechselten, gute und faire Partie zu ihren Gunsten (Jonny Vom Dahl 23 Punkte, Philip Thomisch 19 Punkte, Sami Younis mit seinem Landesliga-Debüt).
„Die Mannschaft hat sowohl intern als auch in der Liga zu sich gefunden: im Team stimmt alles, jeder arbeitet an sich und darf, solange die Defense stimmt, sich auch vorne ausprobieren. Das Team ist der Star.„, hob Routinier Goran Kosutic hervor, dessen kleiner Sohn Oskar als Glücksbringer die Weimarer Bank vervollständigte (wir haben mittlerweile 5 Papas im Team). Und Damir Agic fügte hinzu: „Die Rolle des Herausforderers passt uns ungemein gut. Wir wollen es mit den Favoriten aufnehmen und wissen um unsere Stärken.“

Weimar spielte schneller als sonst, alle drei Minuten wurde gewechselt, dazu kam eine hohe Treffsicherheit, auch von jenseits der Dreierlinie (9 Dreier – mittlerweile 48 in dieser Saison – Ligaspitzenwert).

Nach dem Sieg konnten die Weimarer zufrieden in die Basketball-Weihnachtsfeier mit Bratwürsten, Jeopardy Quiz und traditioneller Versteigerung gehen, vorläufig steht man wieder auf Tabellenrang 2, die Winterpause in der Liga ist angebrochen.
Allerdings wird es am kommenden Donnerstag noch einmal spannend: im Pokal empfängt man die höchstklassigste Amateurmannschaft Thüringens, den BC Erfurt I aus der 1. Regionalliga. Mit Blick darauf sagte Center Endre Papp: „In meiner rumänischen Heimat gibt es ein Sprichwort: Buturuga mică răstoarnă carul mare. – Der kleine Holzklotz bringt den großen Wagen zum Stürzen. Das gilt in der Liga, aber auch am Donnerstag. Wir konzentrieren uns auf uns und freuen uns auf ein spannendes Spiel.

Für Weimar spielten:
Vom Dahl (23 Punkte), Philip Thomisch (19, 5 Dreier), Agic (11, 2 Dreier), Kampmann (3), Kosutic (3), Schmidt (3, 1 Dreier), Schröder (3, 1 Dreier), Feldmann (2), Ganseforth (2), Yang (2), Papp, Younis

Erste hui, zweite Pfui – bittere Auswärtsniederlage für Weimarer Damen

Nach vor allem defensiv sehr guten Leistungen in den letzten Spielen fuhren die Weimarerinnen am Samstagnachmittag – personell durch den verletzungsbedingten Ausfall von Steffi Dittrich geschwächt, dennoch hochmotiviert nach Erfurt.

Die Partie startete aus Sicht der Gäste überraschenderweise offensiv hervorragend. Schnelle Fastbreaks, eine gute Struktur im Angriff und zwei Dreier trugen im ersten Viertel zu einer starken Offensive bei. Demnach wurde das Viertel mit 15:10 zugunsten der Gäste beendet.

Im zweiten Abschnitt schien es so, als hätte Weimar einen Sahnetag. Durch drei Dreier und weitere Fastbreaks konnte die Führung ausgebaut werden. Durch die Treffsicherheit und Schnelligkeit wurde die Überlegenheit der Hausherrinnen unter den Körben egalisiert. Eine 35:21 Führung prangte zur Halbzeit auf der Anzeigetafel.

Weimar konnte sich im Folgenden jedoch nicht auf das anfängliche Wurfglück verlassen und so nahm das Schicksal seine Wendung. Der dritte Spielabschnitt gehörte den Erfurterinnen, die vor allem durch ihre sehr physische Spielweise in Person von Alina Koliada die Größenvorteile an den Brettern nutzten und die Gäste in Foulproblematik brachten. Weimar hingegen fand nicht mehr zurück zum eigenen Spiel. Durch verfrühte Abschlüsse und unnötige Ballverluste machten sich die Gäste das Leben selber schwer. Mit lediglich 6 Punkten Vorsprung startete man in das letzte Viertel.

Die Erfurterinnen stellten in diesem auf eine 3-2 Zone um. Weimar konnte darauf nicht clever genug antworten und konzentrierte sich viel zu wenig auf das eigene Spiel, als vielmehr auf alle einwirkenden Randbedingungen. Offensiv fehlte zudem das in der ersten Halbzeit noch im Überfluss vorhandene Wurfglück. Die Erfurterinnen punkteten hingegen kontinuierlich – vor allem von der Freiwurflinie. Das Momentum lag nun bei den Gastgeberinnen, die sich vom Heimsieg auch nicht mehr durch eine Stop-the-Clock Taktik abbringen ließen.

Die Weimarer Mädels nehmen neben einer bitteren 59:63-Niederlage aus Erfurt jedoch wieder eine Menge neuer Erfahrung mit und bedanken sich bei Hagen und Steffi für die wertvolle Unterstützung von der Seitenlinie.

Endergebnis: 63:59 (10 / 15; 21:35; 42:48)

Agatz 24 (2 Dreier); Schley 11; Rokitta 7 (1 Dreier); Bendig 6; Warnstedt 5 (1 Dreier); Dreßler 4 (1 Dreier); Trescher 2; Kohlhoff

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Fotos von Hagen Schmidt

Nach der Halbzeit abgebaut

U19 verliert erneut
Im Spiel gegen den Tabellenvierten Science City Jena 77:47 (32:22), hatte man sich aus Weimarer Sicht etwas mehr erhofft. Nach zuletzt zwei guten Spielen, konnte man diesmal nur eine Halbzeit mithalten.
Vor Spielbeginn sorgte Trainer Jan Schreiber für zwei Änderungen in der Weimarer Startformation. Für Laif Karl und Dimitrios Melistas rutschen Sebastian Carl und Richard Rau, in die Starting-Five.

https://www.youtube.com/watch?v=R3lB0g5J5JU

Im letzten Spiel der Hinrunde, kamen die Basketballer aus Weimar relativ gut aus den Startlöchern. Drei 3er fanden den Weg in den Gegnerischen Korb und man beendete das 1. Viertel mir 16:13.
Im 2. Viertel schaffte es Weimar nicht, Jenas Topscorer Jacob Berger unter Kontrolle zu bringen. 7 seiner 20 Punkte erzielte er allein in diesem Viertel. Positiv, bei Weimar trugen sich 5 verschiedene Spieler in die Punkteliste ein. Besonders Sami Younis zeigte nach seiner starken Form in den letzten Wochen, wie wichtig er für sein Team ist.
Mit 10 Punkten Rückstand ging es in die Halbzeit.
Chancen, das Spiel wieder spannender zu gestalten, waren auf Seiten der Gäste vorhanden, wurden aber nicht genutzt. Stattdessen traf Jena immer zur richtigen Zeit und agierte insbesondere aus der Distanz zielsicher. Mit dem Vorsprung im Hinterkopf setzte Science City im Schlussviertel nach und ließ Weimar keine Chance.
Es gab viele positive Ansätze und das nicht nur mit 5 getroffenen 3ern. Max Schriewer absolvierte sein erstes Spiel für die SG und zeigte, dass er ein wichtiger Faktor werden kann.
Weimar: H.Häselbarth (19 Punkte, 11 Rebounds, 4 Blocks); S.Younis (16; ¾ 3er); H.Bräunlich (4); B.Herzog (4); T.Meier (2); M.Schriewer (2; 9 Rebounds); J.Weiß; L.Heinemann; R.Rau; S.Carl