Wiedergutmachung im doppelten Sinne

Weimar schlägt mit toller Teamleistung den USV Erfurt mit 71:59 und ist wieder Tabellenzweiter
Ob es am Nikolaus lag, der den Weg in die Halle gefunden hatte, den vielen Fans, die uns nach vorne trieben oder an der neuen Trainingsstrategie, werden wir vielleicht nie erfahren, allerdings präsentierten sich die Landesligaherren aus Weimar um Trainergespann Hagen Schmidt und Philip Thomisch nach der unnötigen Schlappe gegen Arnstadt und pünktlich zum Nikolaustag wie ausgewechselt und in völlig neuem Licht.
basketball-st.nicholas-bash
„Wir haben zu unseren alten Stärken zurückgefunden – Selbstlosigkeit, Tempo und zwingende Verteidigung.“, konstatierte Combo-Guard Christopher Ganseforth nach dem Spiel. Und in der Tat sahen die Weimarer Fans einen engagierten Auftritt gegen die Landeshauptstädter, denen man zum Saisonauftakt noch 56:68 unterlegen gewesen war. Nach anfänglichem Rückstand wendeten die Weimarer, die erneut mit 12 Mann aufliefen und häufig auswechselten, gute und faire Partie zu ihren Gunsten (Jonny Vom Dahl 23 Punkte, Philip Thomisch 19 Punkte, Sami Younis mit seinem Landesliga-Debüt).
„Die Mannschaft hat sowohl intern als auch in der Liga zu sich gefunden: im Team stimmt alles, jeder arbeitet an sich und darf, solange die Defense stimmt, sich auch vorne ausprobieren. Das Team ist der Star.„, hob Routinier Goran Kosutic hervor, dessen kleiner Sohn Oskar als Glücksbringer die Weimarer Bank vervollständigte (wir haben mittlerweile 5 Papas im Team). Und Damir Agic fügte hinzu: „Die Rolle des Herausforderers passt uns ungemein gut. Wir wollen es mit den Favoriten aufnehmen und wissen um unsere Stärken.“

Weimar spielte schneller als sonst, alle drei Minuten wurde gewechselt, dazu kam eine hohe Treffsicherheit, auch von jenseits der Dreierlinie (9 Dreier – mittlerweile 48 in dieser Saison – Ligaspitzenwert).

Nach dem Sieg konnten die Weimarer zufrieden in die Basketball-Weihnachtsfeier mit Bratwürsten, Jeopardy Quiz und traditioneller Versteigerung gehen, vorläufig steht man wieder auf Tabellenrang 2, die Winterpause in der Liga ist angebrochen.
Allerdings wird es am kommenden Donnerstag noch einmal spannend: im Pokal empfängt man die höchstklassigste Amateurmannschaft Thüringens, den BC Erfurt I aus der 1. Regionalliga. Mit Blick darauf sagte Center Endre Papp: „In meiner rumänischen Heimat gibt es ein Sprichwort: Buturuga mică răstoarnă carul mare. – Der kleine Holzklotz bringt den großen Wagen zum Stürzen. Das gilt in der Liga, aber auch am Donnerstag. Wir konzentrieren uns auf uns und freuen uns auf ein spannendes Spiel.

Für Weimar spielten:
Vom Dahl (23 Punkte), Philip Thomisch (19, 5 Dreier), Agic (11, 2 Dreier), Kampmann (3), Kosutic (3), Schmidt (3, 1 Dreier), Schröder (3, 1 Dreier), Feldmann (2), Ganseforth (2), Yang (2), Papp, Younis

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s