Wiedergutmachung durch solide Teamleistung

Eine sehr starke erste und eine zweite mittelmäßige Halbzeit bescheren Weimar 83:65-Erfolg

Nach dem Hinspiel hatten sich die Weimarer Landesligisten noch maßlos geärgert, schließlich hatte man ersatzgeschwächt beim sonst sicheren Punktelieferanten Motor Gispersleben auswärts mit 73:77 das Nachsehen gehabt. Folglich waren alle Spieler heiß auf die Revanche und hatten sich im Training extra viel Mühe gegeben.
Mit dem offensiv stärksten Viertel der Saison startete die Weimarer dann auch genau richtig ins Spiel, am Ende der ersten 10 Minuten stand es bereits 32:19 – ein Abstand, von dem sich die Gäste nicht erholen sollten. Auch das zweite Viertel war schön anzusehen, auch wenn die Weimarer es etwas ruhiger angehen ließen. Der Ball lief ruhig durch die eigenen Reihen, das neu etablierte System „Boston“ lief weitestgehend gut und bescherte viele offene Würfe und gegnerische Fouls. Damir Agic (22 Punkte, 3 Dreier, nach wie vor bester Dreierschütze der Liga) und Jonny Vom Dahl (18 Punkte) brachten die Erfurter regelmäßig zur Verzweiflung. Mit einem 50:31-Halbzeitstand ging man in die Kabine, wo Trainerduo Hagen Schmidt und Philip Thomisch allerdings noch einmal den Fokus auf die Zielvorgaben legte (Rebound-Dominanz, laute und saubere Helpside, Fastbreak wann immer möglich), allerdings auch vor Schludrigkeiten warnte – zu oft hatten die Goethestädter in den vorherigen Spielen in der Saison durch ein laissez-faires drittes Viertel ihre sonst guten Leistungen torpediert.

Die Befürchtungen erwiesen sich als begründet, man gab den dritten Spielabschnitt mit 15:17 verloren. Aufbauspieler Thomisch (13 Punkte) hielt Motor Gispersleben auf Distanz, er zog viele Fouls (mittlerweile 4. Häufigstgefoulter Spieler der Liga) und eröffnete das oft selbstlose Passspiel der Hausherren.

Auch im letzten Viertel verteilte Weimar zu viele Geschenke an den Gegner, so dass man mit dem 83:65-Endstand noch unter den eigenen Möglichkeiten blieb. Allerdings setzt sich der positive Trend fort, die Defense stand oft sehr solide und zwang den Gegner zu vielen Fehlern, vorn lief der Ball gut durch die eigenen Reihen. Dazu zogen alle Spieler viele Fouls, Christopher Ganseforth glänzte in seinem ersten langen Einsatz als Aufbauspieler. Außerdem konnten drei Spieler zweistellig rebounden und sicherten den so wichtigen Ballbesitz (Zlotowski 14, Kosutic und Schmidt jeweils 10).

Center Endre Papp, der die Halle mit seinem Korbleger im Sitzen zum Kochen brachte, fasste zusammen: „Die Rebounds waren sehr wichtig, da müssen wir dranbleiben, das war eines unserer Hauptziele für dieses Spiel, aber auch die restliche Saison. Wenn wir jetzt unsere Freiwurfquote und die leichtfertigen Turnover in den Griff bekommen, sieht es gut für das Restprogramm aus“.

Und Helge Grüter-Birgaoanu, der mit seinem Halbdistanztreffer den Endstand besorgte, ergänzte: „Mit Apolda stehen wir am nächsten Wochenende auswärts wieder einem ganz anderen Gegner gegenüber. Wir erwarten eine Zone und viele schnelle kleine Spieler, aber unsere Coaches werden uns darauf einstellen und wir werden wieder die richtigen Antworten auf dem Spielfeld finden. Wir werden versuchen, das Level aus dem heutigen ersten Viertel ins gesamte Spiel zu tragen.“ Im Hinspiel gab es noch einen deutlichen Sieg gegen die Apoldaer, Tip-Off ist am Sonntag, dem 07.02.2016 um 15 Uhr in Apolda.

Dank geht heute an Schiedsrichter Patrick Göbel, der die Partie allein leiten musste und einen sehr guten Job gemacht hat, Nils und Jasper für die Stats, Benny für die Fotos und unsere Fans für die tolle Stimmung!

Für Weimar spielten:

Agic (22 Punkte), Vom Dahl (18), Thomisch (13), Schmidt (9), Kosutic (8), Zlotowski (5), Ganseforth (3), Papp (3), Grüter-Birgaoanu (2), Kampmann, Kleindienst, Schröder

 

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