Nervenkrimi in der Verlängerung

Nordhausen schlägt Weimar 56:55 nach Abwehrschlacht
Ungläubige Gesichter, Erinnerungen ans Hinspiel kommen hoch und der Schiedsrichter zeigt weitere 5 Minuten an: nach der regulären Spielzeit müssen die Jungs aus Weimar beim Stand von 48:48 noch mal ran und auswärts in die Verlängerung. Es ist das Spiel des 2. gegen den 3., eine kleine Rotation von 8 Mann gegen die Hausherren.

„Wir mussten 10 teilweise sehr kurzfristige Absagen kompensieren, Leistungsträger und wichtige Rollenspieler gleichermaßen. Max Schriewer gab als U19 Spieler seinen Einstand. Jonny und Hagen mussten durchspielen, auch alle anderen am Rande ihrer Leistungsgrenze.“

Und wieder schleppen sich die Furiosen Fünf aufs Spielfeld, Philip Thomisch und Julian Kampmann verletzt, aber trotzdem heiß auf den Auswärtssieg. Die Verlängerung zieht sich ewig. Nordhausen kommt zur Führung, Weimar kompensiert das aber mit einem guten Drive und hinten wieder „Defense“, „Hands Up“, „Arme Raus“!!!

„Die Zone haben wir das ganze Spiel beibehalten, eigentlich nicht unsere Königsdisziplin, aber wir haben hart gekämpft, die acht Mann sind zusammen gerückt, auch weil sie wussten, dass sonst kein anderer da ist, um es zu richten.“

Dabei hatte es noch gut ausgesehen, nach erstem Herantasten war man in Führung gegangen (26:20 zur Halbzeit), hinten alles dicht gemacht und 100% gegeben und die Restenergie in jeden Angriff rein, diesmal langsamer und weniger zielsicherer als sonst, auch wenn man sich gute Abschlüsse erarbeitete. Dann aber waren die Nordhäuser wieder rangekommen.

„All das tritt in den Hintergrund: wenn du in die Verlängerung gehst, willst du auch gewinnen.“

Weimar geht in der Verlängerung in Führung, 53:52, wir können das schaffen. Wieder eine Auszeit, 6 Stück werden die Weimarer am Ende genommen haben, nicht für Taktik oder Coaching, sondern einfach nur zum Durchatmen.

„Ronny Schmeißer, der einzige Ref an diesem Tag, hatte alle Hände voll zu tun. Ein Kollege im Spitzenspiel wäre sicher nicht verkehrt gewesen. Super Leistung aber von diesem Ref.

Beide Mannschaften geben alles, Nordhausen wieder vorn, jetzt mit 56:55 in Führung: Weimar hat noch 6.2 Sekunden auf der Shotclock, ein guter Einwurf findet Philip Thomisch, der bereits 6 Dreier eingenetzt hat – er steigt hoch – fertig zum Wurf – da ist Kontakt an den Armen – der Pfiff bleibt aus, der Ball stürzt vorm gegnerischen Korb in steilem Sinkflug ab, das Spiel ist vorbei….

„Bitter so zu verlieren, aber eine Niederlage in der Overtime ist keine Schande. Über unsere Verteidigung kann man heute nichts negatives sagen, das war vermutlich die beste der laufenden Saison. Vorne hat dann die Kraft und das berühmte Quäntchen Glück gefehlt.“

Eine sehr faire, sehr spannende, sehr starke Partie findet ihr Ende, jetzt heißt es Regenerieren und Blick nach vorn, denn Platz 3 ist für Weimar immer noch drin.

„Heute konnte sich jeder beweisen, Philip (22 Punkte) mit viel Scoring, Chris (2) mit einem tollen Spielaufbau, Jonny (16) mit dem unendlichen Drive, Julian (2) mit guten Würfen, Rebounds und viel Mut, Roman (2) mit seinen legendären Backdoor Cuts, Nils (3) mit Tempo und einem ganz wichtigen Dreier, Hagen (8) als Defensivanker im 2-1-2 und Max, unser Rookie, dessen erster Einsatz gleich in einem absoluten Spitzenspiel war und der sich mit wichtigen Rebounds und weiten Armen in Szene setzen konnte.“

Am 28.02.2016 steigt unser letztes Heim- und vorletztes Saisonspiel gegen Jena mit anschließendem Grillen. Wir laden euch alle herzlich zum Saisonabschluss mit Bratwürsten und Getränken ein und freuen uns auf euer Kommen!

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