Spielbericht LL Herren

Weimar vs Germania Hermsdorf    64:79

(mg)   Ein echtes Kellerduell stand am Sonntag in der Innenstadtsporthalle Weimar an: die 2. Herren Weimars gegen den TV 1887 Germania Hermsdorf. Das erste Viertel begann zäh, insbesondere die Gäste punkteten vornehmlich durch Freiwürfe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und es zeichnete sich früh ab, dass es bis zum Ende spannend bleiben würde. Mit 11:13 ging es in die erste Viertelpause.

Zu Beginn des zweiten Viertels gingen die Hausherren zweimal in Führung. Es sollte jedoch die letzte Führung des Spiels bleiben. Zahlreiche technische Fehler und Fehlpässe störten das Angriffsspiel Weimars empfindlich. Während auf Seiten der Gäste P. Burkhardt sein Team mit 10 Punkten in Folge auf Kurs hielt, drückte auf Seiten der Goethestädter Henry Zlotowski mit Korblegern, Würfen und Rebounds dem Spiel seinen Stempel auf. Die Ostthüringer, die das Hinspiel in eigener Halle noch gegen Weimar verloren hatten und daher auf Revanche sannen, punkteten ab Mitte des Viertels konsequenter, so dass es zur Halbzeit 27:35 stand.

Coach Hagen Schmidt schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Vor der gut gefüllten Zuschauerreihe starteten die Gastgeber wie die Feuerwehr und kamen u.a. durch ein 4-Punkt-Spiel von Sammy Younis auf drei Punkte heran (36:39, 23.). Die Aufholjagd wurde durch mangelhafte Verteidigung und einen 14:0-Lauf der Gäste jäh gestoppt. 4 Dreier und einen 2er in Folge ließen den Rückstand auf 17 Punkte ansteigen, es schien bereits wie die Entscheidung. Die Hausherren steckten jedoch nicht auf und konnten ihrerseits durch hart erkämpfte Korbleger und Freiwürfe den Rückstand verkürzen (48:58; 30.). Der gute Teamgeist pushte die Spieler und übertrug sich phasenweise auch auf das Publikum.

Mit Beginn des letzten Spielabschnittes schien Weimar das Momentum auf seiner Seite zu haben. Man robbte sich auf 7 Punkte ran (33.). Mit taktischen Umstellungen in der Verteidigung und speziellen Spielzügen wollte man die Wende mit aller Macht erzwingen. Hermsdorf kam durch einfache Ballverluste jedoch zurück ins Spiel und spulte die Zeit souverän vor allem über ‚unzählige‘ einfache Freiwürfe herunter. Ungläubig staunte der Gästetrainer über die in ihrer Höhe wohl einmalige Trefferquote der Gäste bei Freiwürfen und Dreier. Dieser konnte Weimar letztlich nichts mehr entgegensetzen. Das bittere Ergebnis hieß am Ende 64:79.

Als Erkenntnis dieses Spieles bleibt, dass die 2. Herren zwar in der Liga mithalten können, jedoch über 40 Minuten konsequent verteidigen und die Fehler reduzieren müssen. Kapitän Roman Kleindienst motivierte die enttäuschten Spieler und warf den Blick bereits voraus auf das schwere Auswärtsspiel am kommende Sonntag: „Wir hatten heute keinen richtig guten Tag, aber ich glaube weiterhin an diese Mannschaft!“

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