Späte Revanche

Schon abgeschlagen in der Tabelle, eine Schmach im Hinspiel und zwei Niederlagen im Rücken – zugegeben, die Ausgangssituation hätte besser sein können für die Landesligabasketballer am verganenen Sonntag. Da nämlich gastierte mit dem Tabellendritten aus Altenburg ein Gegner in Weimars Innenstadt-Sporthalle, der ganz klar die Favoritenrolle mit im Gepäck hatte. Dass am Ende die Basketballer der SG HSV-KSSV als Sieger vom Parkett gingen, kann man als wohlverdiente Überraschung bezeichnen. Unbeirrt startete Weimar, das auf Innenspieler Anton verzichten musste, in den ersten Spielabschnitt. Auch dank einer gut rotierenden und gezielten Verteidigung brachten sich die Jungs von Trainer Hagen selbst gut ins Spiel. Vor allem Altenburgs Guard Markus Gröner, der im Hinspiel kaum zu stoppen gewesen war, konnte unter Kontrolle gebracht werden. Die Klassikstädter drehten die anfängliche Altenburger Führung in ein aussrichtsreiches 18:13 nach dem ersten Viertel. „Wir haben konzentriert verteidigt und sehr konsequent gereboundet“, schätzte Weimars Flügelspieler Roman richtig ein. Sein beherzter Zug zum Korb sicherte dem Teamkapitän nicht bloß zehn Punkte, sondern Weimar auch eine gute Antwort auf die Zone der „Aces“. Lediglich die frühe Verletzung von Flügel Tillmann (gute Besserung!) war ein richtiger Rückschlag.

In der Folge fanden die Hausherren eine Mischung aus leichten Punkten nach (schweren) Rebounds am Brett und einige offene Würfe von draußen. Die Point Guards Philip (3) und Charlotte (2) nahmen es mit dem „Green Light“ genau und markierten wichtige Punkte jenseits der Dreierlinie. „Ein gutes Gefühl“, lachte letzterer nach dem Spiel, „vor allem wenn die Großen auch nachsetzen, wenn man mal nicht trifft“. Gemeint waren wohl die Innenspieler Arthur, Franz und Henry, die (nach Schmidtschem`Box-Out natürlich) in die sprichwörtliche Bresche sprangen. Die knappe 31:28-Halbzeitführung ließ viel Kampf erahnen, versprach aber gleichzeitig weitere spannende 20 Minuten.

Etwas unsicher startete Weimar ins dritte Viertel. Wohl auch, weil sich die Gäste in der Kabine mehr vorgenommen hatten und Weimars Optionen in der Offense zu minimieren versuchten. So schmolzen zwischenzeitliche Führungen immer wieder dahin und ließen die Zuschauer im Ungewissen. So mancher Dreier vom Altenburger Markus Gröner mussten verdaut werden – zumal die Würfe ab und an auch vom Parkplatz aus zu fallen schienen (23 Punkte, 5 Dreier am Ende). Jedoch gelang es Weimar, schnelle Antworten darauf zu finden sowie hochprozentigere Abschlüsse auf der Gegenseite. Mit Ablauf der letzten Sekunde des dritten Viertels brachte Aufbauspieler Philip die Halle mit einem gelungenen Buzzer-Beater aus dem Eins-gegen-Eins zum Jubeln – und Weimar immerhin auf sieben Punkte Distanz.

Im – für die Hausherren gefühlt unendlichen – Schlussviertel taktierte Weimar gegen Uhr und Aces. Die Ostthüringer setzten ihrerseits auf den eigenen Zug zum Korb, agierten also alles andere als passiv. Das Wurfglück gehörte dennoch eher den Goethestädtern, wenngleich es sich auch oft nur von der Freiwurflinie verdienen ließ. Mit einem 63:53 trennten sich die beiden Mannschaften. Trainer Hagen nach dem Spiel erleichtert: „Uns hat die Partie heute gelehrt, dass Willen und Einsatz immer besser sind als Zweifel an den eigenen Entscheidungen auf dem Feld. Die Jungs haben heute gezeigt, was sie sich in einigen Spielen zuvor schuldig geblieben sind“. Ein wenig emotionaler schätze es Guard Martin ein, der zwar in der Schlussekunde die letzten Freiwürfe liegen ließ, aber dafür mit kalten Getränken bei Mitspielern und Zuschauern punktete: „Das war ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk für mich.“ Wir gratulieren!

Für Weimar spielten: Philip 19 (3 Dreier), Henry 10 (2/2 FW – eiskalt), Roman 10, Charlotte 8 (2 Dreier), Franz 6, Benni 5 (1 Dreier mit Brett), Arthur 3, Thaddäus 2, Martin, Tillmann

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