Bericht vom Wochenende III

Nach einem „Nur-Niederlagen-Wochenende“ folgte bereits ein „Nur-Siege-Wochenende“. Jetzt haben die Weimarer Korbjäger es schon wieder getan! Hier lest ihr alles über drei Spiele am vergangenen Samstag, die es wahrlich in sich hatten:

13 Uhr: Damen vs Ilmenau 44:26
Den Anfang machten unsere wiedergegründeten Ladies. Als Liganeuling ging es gegen eine Mannschaft, die am Ende der vergangenen Saison im unteren Tabellendrittel stand. Die Gäste reisten zu siebt an, während Coach Hagen Schmidt wieder auf eine volle Bank zurückgreifen konnte. „Das ist schon eine tolle Sache. Wir haben uns auf die Saison eingeschworen, haben viele Mädels im Training und bei beiden Partien der laufenden Saison 12 Spielerinnen gehabt. Wir sind alle heiß auf die Spiele!“ erklärte die frisch gebackene Kapitänin Marion Biet. Nicht zuletzt durch ihre umsichtige Spielgestaltung konnten sich die Weimarerinnen früh absetzen, wenngleich man nicht zwingend genug spielte. Nach dem ersten Viertel war der Trainer nicht zufrieden, da stand lediglich eine 8:5-Führung zu Buche: „Wir müssen entschlossener, geradliniger spielen, den Korb wirklich attackieren. Wenn wir zum Brett gehen, dann mit allem was wir haben. Wenn wir einen Wurf nehmen, müssen wir ihn auch wirklich reinmachen wollen. Unsere Entscheidungen müssen schneller und besser fallen.“
Weimars Damen drehten jetzt auf, gewannen nun auch das Reboundduell zusehends und ließen vorn den Ball laufen. Schön war, dass das Team ausgeglichen punktete und alle ihren Teil zum Sieg beitragen konnten. Zur Halbzeit (21:15) hatte man sich zwar noch nicht entscheidend abgesetzt, allerdings den Vorsprung ausgebaut, dem Gegner viele Fouls angehangen. Darüber hinaus waren schon alle Mädels zum Einsatz gekommen.
Der Durchbruch kam dann im dritten Viertel, als man auf 33:17 wegzog, was auch dem hohen Weimarer Tempo geschuldet war. Nach einem kleinen Zwischensprint zum 40:17 in der 32. Minute dann war alles entschieden. Weimar gönnte nun seinen vielen Jugendspielerinnen wichtige Spielpraxis und –erfahrung, die den Sieg ungefährdet nach Hause fuhren.
„Alle Mädels haben gepunktet oder Assists aufgelegt. Das war zwar ein Arbeitssieg, aber gut für die Stimmung im Team. Das Spiel heute hat wirklich Spaß gemacht.“, meinte Neuzugang Vanessa Bornemann, die mit 9 Punkte, zahlreichen Rebounds und 5 Blocks einen gelungenen Einstand gab.
Nach zwei Siegen in zwei Spielen grüßen nun die KSSV Damen von der Tabellenspitze der Thüringer Oberliga. Flügelspielerin Julia Stürmer sagte nach dem Spiel: „Das ist natürlich eine schöne Momentaufnahme, aber wir wollen bescheiden bleiben. Die kommenden Spiele werden uns zeigen, wo wir wirklich stehen.“
Dass es noch eine lange und schwierige Saison wird, weiß auch der Coach: „Als Neuling in der Liga haben wir bis jetzt einen guten Job gemacht. Doch jetzt kommen die wirklich schweren Brocken in den nächsten Spielen. Der Schlüssel zu erfolgreichen Partien ist unsere Defense, ein gutes Reboundverhalten und unser wirklich schnelles Umschaltspiel. Momentan foulen wir noch zu viel, was man der Unerfahrenheit unseres Teams zuschreiben muss. Allerdings findet sich die Mannschaft so langsam und hängt sich rein. Mit 60% Jugendspielerinnen im Kader wollen wir unsere Talente langfristig entwickeln. Dass wir wieder in der Liga und darüber hinaus so gut gestartet sind, ist schon ein voller Erfolg!“

Weimar LL 201718
Unsere 2. Herren 2017/2018

16 Uhr: 2. Herren vs Hermsdorf 89:49
Was für ein Hexenkessel! So mancher mussten doch ein wenig im Gedächtnis kramen, um sich an Zeiten zu erinnern, als solch eine Stimmung bei einem Landesligaspiel herrschte. Rund 50 eigene Fans mit Trommeln und Sprechchören brachten fast schon Länderspielatmosphäre in die Innenstadthalle.
Getragen von dieser phantastischen Stimmung starteten die Hausherren in die Partie und zeigten den nur zu sechst angereisten Gästen, was sie sich vorgenommen hatten: man spielte schnell und schnörkellos, führte nach dem ersten Spielabschnitt bereits mit 29:13. Nur ein Spieler bei den Gegnern konnte immer wieder punkten, in der Folge verlegten sich die Gäste gänzlich auf „5:1“ Basketball. Auf der anderen Seite schenkte Publikumsliebling Norman Krombholz den Gästen nicht nur reinen Wein, sondern auch 20 Punkte ein und riss sein Team mit. Kapitän Roman Kleindienst fasste zusammen: „Wir haben alles umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten: schnell spielen, viele Fastbreaks laufen und daraus punkten, hart verteidigen und den Gegner zu schwierigen Abschlüssen zwingen. So wie wir heute den Ball haben laufen lassen, war das schon eines unserer besten Spiele der vergangenen anderthalb Jahre. Das war echter Teambasketball!“
Zur Halbzeit war mit 47:25 bereits alles entschieden, trotzdem hatte man die vom Publikum gewünschten 100 Punkte weiter fest im Blick. Im Verlaufe des Spieles wurden die Vorstöße jedoch etwas müder und man verfehlte das ambitionierte Ziel knapp. Durch viele Wechsel und zahlreiche verschiedene Rotationen kam teilweise ein Bruch ins Spiel, der allerdings allen Spielern viel Spielzeit gestattete. Gerade die Young Guns wie Aufbau Jakob Weiß, Erik Wolf (Debüt mit 9 Punkten) und Lorenz Heinemann machten ein super Job. Im Scoring zeichneten sich außerdem Combo Guard Sami Younis (16 Punkte) und Power Forward Arthur Rozdobudko (13) aus. Insgesamt scorten faste alle Weimarer und katapultierten sich vorerst auf Tabellenplatz 2. Noch viel wichtiger: alle Mannschaftsteile, sowohl die großen Innenspieler als auch die schnellen und wendigen Flügel harmonierten gut und spielten wirklich uneigennützig. Ein toller Erfolg vor toller Kulisse! Wir sagen danke an die Fans!

19 Uhr: 1. Herren vs USV Erfurt 89:63
Und als ob diese zwei tollen Auftritte nicht schon genug gewesen wären, setzten die 1. Herren noch einen drauf: mit einem furiosen 1. Viertel und der zweitbesten 1. Halbzeit der Vereinsgeschichte brannten die Oberligisten von Spielertrainer Norman Hallermann das nächste Feuerwerk ab.
Da mussten sich die Gäste schon ein wenig die Augen reiben, als sie nach den ersten 10 Minuten auf die Anzeigetafel schauten: dort stand es 26:5, denn Weimar war in diesem ersten Viertel fast alles gelungen. Gleich nach dem Anpfiff ging es los, Fast Break um Fast Break, eingenetzte Distanzwürfe und geduldig ausgespielte Pick and Rolls überforderten die Landeshauptstädter ein ums andere Mal. Unterbrochen wurde dies bloß von den Phasen, in denen sich Erfurt zwar engagiert, aber vergeblich um eigene Punkte mühte. Weimars Abwehr stand wie ein Bollwerk, nur selten brachte man den Ball auch nur in die Nähe des gegnerischen Ringes.
Im zweiten Viertel wurde es nicht besser: hier zogen die Männer unter den Augen ihres Coaches auf 62:17 davon. „Wir waren selber etwas überrascht. USV Erfurt verfügt einerseits über viel Erfahrung im Team, andererseits spielen einige Jungs aus dem Gothaer Nachwuchs in ihren Reihen. Aber heute lief da gar nichts zusammen.“, resümierte Hallermann. Er konnte in der Folge gut durchrotieren, gab seinen drei Nachwuchsspielern viel Spielzeit und Oberliga-Luft zu schnuppern.
Weimar punktete nach Belieben, fünf Mann sogar zweistellig: Floor General Jorge Camacho kam auf 17 Zähler (2 Dreier), Jena-Talent Richard Heinicke auf 16 (2 Dreier), Rückkehrer Tom Behammer holte in der Defense zahlreiche Steals und wandelte sie vorn in 15 Punkte (1 Dreier) um, Trainer Hallermann stand 12 mal an der Linie, nachdem er teilweise hart gefoult wurde und sammelte 12 Punkte und Power Forward Hagen Schmidt bewies von außen eine ruhige Hand und sammelte 11 Punkte (3 Dreier). Dazu kamen noch 9 Punkte (1 Dreier) von Martin Mirsch.

Momentan hat Weimar eine weiße Weste und steht wie auch die Damen auf Tabellenrang 1. Alle vier Spiele konnten gewonnen werden und wir hoffen, dass sich dieser Lauf fortsetzt.

Insgesamt ein erfolgreiches Wochenende für unsere Senioren-Teams. Kommendes Wochenende ist wegen des Zwiebelmarktes spielfrei, wir wünschen euch eine tolle Zeit und bis in zwei Wochen!

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