Bericht vom Wochenende VI

(04./05.11.2017)
Während es auf dem Papier drei Spitzenspiele an diesem Wochenende für unsere Seniorenteams gab, war von vornherein klar, dass sich nur die Oberligaherren echte Siegchancen ausrechnen konnten – zu groß ist der Sprung für Landesligaherren und Oberligadamen, um mit den Tabellenführern mitzuhalten, obwohl man sich gegen alle anderen Teams bisher prima verkaufte und daher weiter oben mitspielt (auch nach ihren Niederlagen sind die 2. Herren Tabellenzweiter, die Damen Tabellendritter). Unsere U14 holt sich ihren verdienten ersten Sieg und auch unsere U12 war wieder erfolgreich. Die ersten Herren wiederum holen in Spiel 1 nach Abgang von Starting Point Guard Jorge Camacho einen wichtigen Sieg im Spiel um Platz 2. U16 und U19 waren spielfrei.

1. Herren vs USV Jena 2 – 75:65 (10:17; 31:39; 56:45)
Irgendwie ist es schon Tradition: wir spielen gegen die Zweite vom USV, liegen zwischendurch mal hoch zurück, kommen dann wieder und gewinnen dann die Partie. Diesmal war der Heimsieg besonders wichtig, konnten wir doch Tabellenrang 2 festigen (USV 2 jetzt Tabellendritter) und außerdem etwas Gutmachung für das Debakel am letzten Wochenende betreiben.
Jena hatte definitiv die bessere erste Hälfte, führte zwischendurch mit 18. Weimar fand jedoch wieder zur gewohnten Stärke zurück, auch weil (anders in den vergangenen Spielen) Spielertrainer Norman Hallermann selbst das Parkett betrat. Punktemäßig drückten Guard Tom Behammer (18), Flo Thiersch (18) und Martin Mirsch (16, 2 Dreier) der Partie ihren Stempel auf.

U12 vs Gotha 3 – 51:37 (16:15; 27:27; 39:31)
Und sie haben es schon wieder getan! Knapp eine Woche nach ihrem ersten Sieg auswärts in Erfurt gab es nun den nächsten Erfolg in der U12 Landesliga Thüringen für die Kids aus Weimar. Diesmal fuhren sie den ersten Heimsieg ein, der sich aber härter verdient werden musste als noch letzten Sonntag.
Gotha war motiviert angereist, nach zwei Spielen noch ungeschlagen. Weimar legte stark los, führte schnell, wurde jedoch auch immer wieder eingeholt. Insgesamt gestaltete sich die erste Hälfte ausgeglichen, beide Teams wechselten viel durch und konnten so ein hohes Tempo gehen. Weimars Ganzfeldpresse zahlte sich jedoch insgesamt mehr aus, der Gegner musste oft foulen. Da es in der U12 jedoch keine Teamfouls gibt, gab es auch keine möglichen Bonusfreiwürfe. Mit 27:27 verabschiedete man sich in die Pause, Trainer Hagen Schmidt schien jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit viel Energie kamen die Jungs aus der Kabine, bauten ihre Führung aus und ließen nun am Ausgang des Spiels keine Zweifel aufkommen. Sowohl die Starting Four als auch die sieben Jungs von der Bank glänzten mit tollen Aktionen, ließen den Ball laufen und begeisterten das Publikum. Weimar steht nun mit einer ausgeglichenen Bilanz (2 Siege, 2 Niederlagen) auf Platz 6 und hat das Top Four Turnier noch in Sichtweite. „Allerdings machen wir uns darüber keinen allzu großen Kopf. Die Teilnahme an der Liga und eine stabile, gut funktionierende Mannschaft mit genügend Spielern und vielen tollen weiteren Kindern im Training zu haben, ist für uns schon Erfolg genug. Dass jetzt ein paar Siege dabei rumkommen, ist wunderbar. Alle entwickeln sich gut und die Jungs haben Spaß. Das ist die Hauptsache!“, freut sich Trainer Hagen Schmidt. Weimar hat beständig Zulauf und ist bemüht, nächste Saison sogar eine U10 ins Rennen zu schicken.

U14 @ Gotha 2 – 68:66 (18:14; 31:33; 45:50)
Nach vier Niederlagen endlich der erste Sieg! Unsere U14 gewinnt auswärts gegen Gotha 2. Unter der Führung von Mick Heiduschka (33 Punkte) erkämpfte sich unser Nachwuchs einen knappen Sieg in einer spannenden Partie. Weimar lag zwar meist hinten, erzwang dann aber immer wieder Führungswechsel und sicherte sich den verdienten Erfolg. „Das ist für die Jungs natürlich toll, so viele Niederlagen in Folge schlagen irgendwann auch mal aufs Gemüt. Da ist es schön, mal eine Bestätigung für die harte Arbeit im Training zu bekommen.“, resümierte Trainer Lorenz Heinemann, der Hagen Schmidt vertrat. „Vielleicht können wir diese schöne Erfahrung jetzt mit in die nächsten Partien mitnehmen. Ein Erreichen des Top 4 ist zwar sehr, sehr schwer, aber nicht unmöglich. Wir glauben an eine erfolgreiche Saison. Nach der letzten schweren Spielzeit mit vielen jungen und unerfahrenen Spielern ist die Mannschaft bereit, den nächsten Schritt zu machen. Letztlich werden unsere Anstrengungen in der 1:1 Verteidigung darüber entscheiden, wie weit wir kommen.“

2. Herren @ Zeulenroda – 55:90 (13:19; 27:47; 40:72)
Letzte Saison gab es noch ein 40:120, insofern war das Ergebnis keinen Anlass für Frust. „Im Gegenteil, es fällt sogar noch etwas hoch aus. Wir haben am Ende viel gewechselt und ausprobiert.“, so Kapitän Roman Kleindienst, der seiner Mannschaft nicht gram ist. „ -20 wäre drin gewesen, allerdings haben bei uns auch ein paar Leistungsträger aus der Starting Five gefehlt. Wir wussten also, dass es schwer werden würde. Glückwunsch an einen starken Gegner, der zu Recht erneut Tabellenführer ist.“ Tatsächlich hatte man sich auf die gefürchtete Zonenpresse der Ostthüringer vorbereitet. Letzte Saison noch Grund für Verzweiflung, knackte man diese mehrfach, bis sie die Gastgeber aufgaben und eine konventionelle Zone aufstellten. Zwar agierte man gegen diese Verteidigung ganz solide, die eigene Defense stand gegen die wendigen und auch von außen sicheren Zeulenrodaer aber nur bedingt gut. Vor allem aber der Fastbreak machte den Weimarern zu schaffen. In der kurzen Halle verstanden es die Gastgeber, schnell zu einfachen Punkten zu kommen. Auf Weimarer Seite punkteten vor allem Norman Krombholz (15) und Jonny Vom Dahl (16), der wie Urgestein Martin „Charlotte“ Schröder (21 Saisons für Weimar) sein Saisondebüt gab.

Damen @ Science City Jena – 30:87 (8:24; 15:44; 21:70)
Unsere Damen wussten, dass es schwer werden würde: gegen Science City Jena hatte man bereits in der Offseason getestet und hatte hoch verloren, im Ligaspiel am Wochenende zeichnete sich ein ähnliches Bild. Die wesentlich erfahreneren Jenaerinnen spielten zu Hause ihren Stiefel runter, die Ganzfeldpresse macht uns immer wieder zu schaffen. Dazu traf man dann auch noch gut aus der Distanz, was dann die hohe Niederlage erklärte. Unsere Mädels, gerade die Jugendspielerinnen, nahmen jedoch wertvolle Erfahrung mit und werden weiterhin an solchen Partien wachsen. Niedergeschlagenheit machte sich allerdings kaum breit, wenngleich die Punktedifferenz gern niedriger ausfallen hätte dürfen. Center und Weimars Topscorerin Stella Strotkötter meinte nach dem Spiel: „Gegen Science City und den USV 1 hängen die Trauben natürlich hoch, diese Spiele sind sehr schwer für uns, trotzdem haben wir den Anspruch gut dagegenzuhalten. Wir nehmen dieses Spiel als Momentaufnahme, werden evaluieren was gut und nicht so gut lief, weiter an unserer Defense arbeiten. Wir sind aber auf dem richtigen Weg.“ Ohne Trainer Hagen Schmidt, der von Damir Agic an der Seitenlinie vertreten wurde, wirkte die Mannschaft bisweilen verunsichert und ließ sich teilweise zu leicht überspielen. Im Rückspiel zu Hause sollte allerdings mehr drin sein.

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