Zwischenfazit: Weimars U14 macht sich

Unsere U14 hat derzeit drei geschlagene Wochen Spielpause und wir haben uns aufgemacht und unserer Mannschaft mal im Training einen Besuch abgestattet (Fotos unter dem Artikel!).

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Transition Offense gegen Gotha

Eigentlich könnte man meinen, dass bei einem Team, welches in der letzten Saison die rote Laterne einfach nicht los wurde und momentan auf Rang 6 von 9 steht, die Stimmung nicht allzu gut sein sollte.  Doch weit gefehlt: betritt man zur Trainingszeit die Innenstadthalle, sieht man viele gut gelaunte und – was noch wichtiger ist – motivierte sowie konzentrierte Gesichter. Die Zeit zwischen den Spieltagen wird intensiv genutzt, um das eigene Spiel zu verbessern.

„Wir befinden uns gerade in einer spannenden Phase. Seit wir eigene, getrennte Trainingseinheiten haben, sie uns nicht mehr mit unseren U8ern, U10ern und U12ern teilen müssen, können wir eine ganz andere Qualität an den Tag legen. Eine Verbesserung für den gesamten Nachwuchs!“, freut sich Coach Hagen Schmidt. Er betreut das Team seit nunmehr anderthalb Jahren und hat die Entwicklung miterlebt und mitgestalten dürfen.

Die U14 als Sammelbecken für die Weimars jüngste Korbjäger gibt es seit nunmehr 3 Jahren. Lange waren dort bis zu 45 Kinder zwischen 7 und 13 versammelt. Das war für Schmidts Vorgänger kein leichter Job: „Tobi Patzer, Toni Warnstedt und dann Jakob Harlan haben sich wirklich reingehangen. Ein Team aus dem Nichts zu schaffen und dann in den Ligabetrieb zu führen ist eine schwierige Aufgabe. Man muss viel beachten, überall warten die großen und kleinen Herausforderungen des Trainingsalltags.“, meint der Coach, der darüberhinaus mit Weimars U12 derzeit ein ähnliches „Projekt“ betreut.

Galt es zunächst, genügend Kinder zu finden, sie mit Spaß, aber auch gutem Training bei der  Stange zu halten, Hallenzeiten, Trikots, genügend Schiedsrichter für die Spiele zu organisieren und dann die ersten Schritte in der Liga zu machen, stellen sich nun andere Aufgaben. „Die erste Generation ist bereits in die U16 entwachsen. Jetzt spielen die 2004er ihre letzte Saison in der U14. Wir haben nun ein echtes Team, das für sich trainieren kann, viele Wiederholungen im Training bekommt, viel Spielzeit erhält und in der Breite über die nötigen Grundlagen verfügt. Insgesamt stehen wir jetzt vor dem nächsten Schritt.“

Und der ist auch wichtig, soll doch diese Mannschaft in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Weimarer Basketballlandschaft spielen. Noch einmal der Trainer: „Die Mannschaft ist wirklich diszipliniert. Und sie ist mittlerweile sehr coachable, also offen für Neues, gerade im taktischen Bereich, wo sie sich unbedingt verbessern muss, um den Anschluss zu halten und um sich weiter zu entwickeln. Wir haben viele Potential in der Mannschaft, wollen jetzt gemeinsam mit den Spielern an ihrer Perspektive arbeiten.“

Immerhin werden die starken Jahrgänge 2003 bis 2005 hoffentlich lange für die Weimarer Basketballer aktiv sein, sowohl in den folgenden Jugendmannschaften als auch perspektivisch im Erwachsenenbereich. Und neben ersten sportlichen Erfolgen wie viel engeren Spielen als in der Vorsaison und der individuellen Steigerung vieler Akteure zeigt sich auch, dass diese Truppe das Rückgrat der Weimarer Bestrebungen im Jugendbereich sein kann: erste Spieler engagieren sich als Schiedsrichter und Nachwuchstrainer.

Aber erstmal heißt es Schwitzen in den eigenen Trainingseinheiten. Neben der körperlichen Belastung mit einer schnellen, aber auch physischen Spielphilosophie verlangt der Trainer seinen Schützlingen auch mental einiges ab: zunehmend werden Offensivkonzepte und vortaktische Grundlagen gelehrt und wiederholt. „Das ist das Schöne am Basketball, es fordert den Körper und den Geist enorm. Es ist ein schnelles Spiel, was den Spieler zu enormen Verständnis und guten Entscheidungen anregt. Die Jungs nehmen diese Herausforderungen aber auch sehr gut an, denken mittlerweile wirklich viel mit.“

Und so fällt das Zwischenfazit im doppelten Sinne positiv aus. Zum einen während der laufenden Saison 2017/2018, wobei nach Ansicht des Coaching Teams noch Luft nach oben ist. Zum anderen aber auch langfristig gesehen, denn aus der buntgemischten Truppe von damals hat sich ein echtes Team entwickelt, das bereit für neue Aufgaben ist.

 

 

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