Saisonabschlussbericht U14 (2019/2020)

Am 25.01.2020 ging die Spielzeit für die Weimarer U14 mit einem deutlichen Sieg beim USV Erfurt (38:104) zu Ende. Gerade noch rechtzeitig, denn während in vielen anderen Altersklassen die letzten Spiele krisenbedingt ausfallen mussten, konnten hier alle Spiele absolviert werden. Auch mit dem neuen Trainergespann Danny Grabe und Charlotte Siegesmund belegte das Team wie schon im Vorjahr einen hervorragenden zweiten Platz in der Thüringer Oberliga (7 Siege, 3 Niederlagen).

Vom ersten Tag an herrschte in dem doch großen Kader eine fantastische Teamchemie, mit dem Mannschaftsgedanken im Vordergrund. Keinerlei Allüren, nur ein Team. Dies zeigte sich nirgends deutlicher als in den Spielen, wo jede/r einzelne von der Mannschaft gepusht wurde, sei es, um schneller in die Defense zu sprinten, bessere Pässe zu spielen oder um doch noch aufs Scoreboard zu kommen. Aber auch bei Niederlagen zeigte das Team eine hohe Moral und hielt sowohl die Stimmung als auch die Köpfe oben. Diese Charakterstärke zeichnet die Mannschaft aus, die im Laufe der Saison auch spieltechnisch große Fortschritte machte. Zum einen trug das Wurftraining von Charlotte Siegesmund zunehmend Früchte, zum anderen entwickelten die Spielerinnen und Spieler ein Gefühl für die Wichtigkeit von Spacing. In der Defense hilft man sich inzwischen mehr und verteidigt sauberer. All dies kam am 07.12.2019 zusammen, als das Auswärtsspiel bei Science City II auf dem Plan stand. Nachdem es im Hinspiel noch eine deutliche Schlappe (22:100) gab, mussten im Rückspiel beide Teams ohne ihre MDL-Spieler (bei Weimar Lukas Probst, Richard Schmitt, Matteo Schultz) antreten. Dank starker Nerven am Spielende, einem immer wieder zum Korb preschenden Anton Burkhardt und einem überragenden Niklas Flanagan am Brett konnte man sich knapp mit 49:56 durchsetzen und so dem späteren Champ seine einzige Niederlage beibringen.

Besonders hervorzuheben sind zudem die zahlreichen Entwicklungen auf individueller Ebene. Dies gilt vor allem für einige der Neuzugänge, die zuvor noch gar kein Basketball gespielt haben. Hier zeigten sich insbesondere im Bereich des Dribblings und des Korblegers sehr zügig die Fortschritte, die aus regelmäßigem Training resultieren (z.B. Karl und Nick). Überhaupt sind im Vergleich zum Saisonbeginn die allermeisten Spieler fitter, schneller, springen höher, werfen besser und trauen sich wesentlich mehr zu. Gerade letzteres zeigt, dass in der Mannschaft Dinge im Entstehen begriffen sind, die über den Sport hinausgehen. Erkennbar wird dies gleichermaßen an der Arbeitseinstellung, die sich bei vielen deutlich verbessert hat und manch einer geht sogar noch darüber hinaus und legt sich in den kurzen Unterbrechungsphasen Burpies oder Liniensprints auf, um seine Grenzen auszuloten (so was bringt auch nur Timmy fertig). Wieder andere zeichnen sich durch eine Ausdauer aus, die selbst die Erwachsenen in Staunen versetzt (Tom Sieglerschmidt), oder haben während der Saison ein Abo für den Buzzer Beater abgeschlossen (Hallo Milan). Umso bitterer, dass die wertvolle Zeit zwischen Ende des Spielbetriebs und den Sommerferien nun wegfällt, die zur weiteren Entwicklung der einzelnen Spielerinnen und Spieler so wichtig gewesen wäre. Ebenfalls ausgefallen ist das Osterturnier in Klatovy, welches sicher auch das Highlight der Saison hätte werden können, schließlich waren in der Gruppe der U14 neben deutschen und tschechischen auch lettische, ungarische und spanische Teams vertreten, was eine ganz besondere Erfahrung für das Team gewesen wäre. Nichtsdestotrotz blicken wir auf eine tolle und doch viel zu kurze Saison zurück, die damit ihren Abschluss finden wird, unsere Spieler Jahrgang 2006 in die U16 zu verabschieden und die Spielerinnen und Spieler des Jahrgangs 2008 bei uns willkommen zu heißen.

All das wäre und ist jedoch nicht möglich ohne die Eltern unserer Spielerinnen und Spieler, denen an dieser Stelle besonderer Dank gebührt. Danke, dass Ihr uns durchs Land fahrt. Danke, dass Ihr uns anfeuert. Danke, dass Ihr Trikots mit nach Hause nehmt. Danke, dass Ihr Abschlussfeiern mit organisiert, z.T. mit kulinarischen Hochgenüssen. Danke, dass Ihr Euren Kindern erlaubt auch mal länger in der Halle zu bleiben, um noch mehr Arbeit in den geliebten Sport zu stecken. Und zuletzt: Danke, dass Ihr auch in Zeiten von Hallenschließungen die Stellung haltet. Diese stellen gerade für eine Mannschaftssportart eine besondere Herausforderung dar. Um weiterhin fit zu bleiben sind wir derzeit gezwungen uns auf Bereiche zu konzentrieren, die man auch alleine trainieren kann. So haben die Coaches verschiedene Übungen zur allgemeinen Fitness, zu Kraft und Koordination und zum Ballhandling verteilt, damit bei Wiederaufnahme des Trainings wichtige Grundvoraussetzungen gegeben sind.

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