Späte Revanche

Schon abgeschlagen in der Tabelle, eine Schmach im Hinspiel und zwei Niederlagen im Rücken – zugegeben, die Ausgangssituation hätte besser sein können für die Landesligabasketballer am verganenen Sonntag. Da nämlich gastierte mit dem Tabellendritten aus Altenburg ein Gegner in Weimars Innenstadt-Sporthalle, der ganz klar die Favoritenrolle mit im Gepäck hatte. Dass am Ende die Basketballer der SG HSV-KSSV als Sieger vom Parkett gingen, kann man als wohlverdiente Überraschung bezeichnen. Weiterlesen

Weimar 70:56 Jena

Spielbericht: Weimars Zweite holt nächsten Saisonsieg on the Road
Im Hinspiel daheim noch 50:62 unterlegen, gingen die Weimarer Landesligisten zu Beginn der Partie in Führung, ließen zwar drei Führungswechsel bis kurz nach der Halbzeit zu und zogen anschließend uneinholbar davon. 20 Punkte mehr als im Hinspiel und eine ebenfalls verbesserte Defense (der Schlüssel zum Erfolg in dieser Partie) sorgten für einen verdienten Sieg der Goethestädter. Gerade die Distanzwürfe des Gegners, ein großes Problem der Hinrunde, hatten die Gäste diesesmal weitestgehend unter Kontrolle. Selbst spielte man schnell und konsequent nach vorn, ließ aber auch viele einfache Punkte per Korbleger und freie Dreier liegen. Die agilen Guards der Weimarer und die größeren Innenspieler machten an diesem Tag den Unterschied. Auch waren die Weimarer eingespielter als im Hinspiel. Coach Hagen Schmidt konnte auf 11 Mann zurückgreifen und hatte stets frische Kräfte zur Verfügung. Das Training der vergangenen Woche schien Wirkung zu zeigen.
Die Ausrichtung, nach vorn überaus schnell zu spielen (auch schnell abzuschließen) und hinten sauber, aber hart zu verteidigen, zeigte so langsam Wirkung. Nach einer Hinrunde ganz im Zeichen der Findung und individuellen Verbesserung (so spät wegen einer nur kurzen Off Season mit dem ganzen Team) kommt das Team um Kapitän Roman Kleindienst so langsam in Tritt.

Statistiken:

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Thomisch (2 Dreier, 2 Steals), Dreßler (4 Offensivrebounds), Younis (3 Steals), Ganseforth (6 Rebounds), Rozdobudko (10 Rebounds), Gebauer (7 Rebounds), Kienzle (12 Rebounds), Schröder (3 Dreier, 3 Steals)

Vorausschau: Oberliga Spitzenspiel – Weimar zu Hause gefordert

Am kommenden Wochenende stehen wieder einige interessante Partien mit Weimarer Beteiligung an

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Oberliga vs Jena 1 (in WEIMAR!)
Der langjährige Ligaprimus gastiert in Weimar, hatte jedoch in der Hinrunde eine empfindliche 69:68-Niederlage einstecken müssen und nur am grünen Tisch siegen können. Die USVer dürften trotzdem motiviert sein, sich auch sportlich zu revanchieren. Weimar hat intensiv trainiert und freut sich auf den Vergleich.

Landesliga vs Gera 2 (in GERA)
Im Hinspiel ein knappe Niederlage, die unnötiger nicht hätte sein können. Weimars Zweite will an den Auswärtserfolg gegen Science City 5 anknüpfen und sich beim nächsten Gegner für eine Pleite in der Hinrunde revanchieren. Die Formkurve zeigt nach oben, sowohl gegen Mann als auch gegen Zone agieren die Männer um Kapitän Roman Kleindienst selbstsicher und stehen hinten dank großem Einsatz solide.

U16 vs Ilmenau (in ILMENAU)
Unsere Jungs haben den Einzug in die Playoffs knapp verpasst, wollen die Platzierungsrunde nun aber dominieren. Die Gastgeber sind ambitioniert, aber ein machbarer Gegner. Die Truppe von Jorge Camacho kommt nach motivationalen Problemen und einer Niederlage nun mit frischer Energie aufs Parkett. Wir drücken die Daumen!

 

Spielbericht LL Herren

Weimar vs Germania Hermsdorf    64:79

(mg)   Ein echtes Kellerduell stand am Sonntag in der Innenstadtsporthalle Weimar an: die 2. Herren Weimars gegen den TV 1887 Germania Hermsdorf. Das erste Viertel begann zäh, insbesondere die Gäste punkteten vornehmlich durch Freiwürfe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und es zeichnete sich früh ab, dass es bis zum Ende spannend bleiben würde. Mit 11:13 ging es in die erste Viertelpause.

Zu Beginn des zweiten Viertels gingen die Hausherren zweimal in Führung. Es sollte jedoch die letzte Führung des Spiels bleiben. Zahlreiche technische Fehler und Fehlpässe störten das Angriffsspiel Weimars empfindlich. Während auf Seiten der Gäste P. Burkhardt sein Team mit 10 Punkten in Folge auf Kurs hielt, drückte auf Seiten der Goethestädter Henry Zlotowski mit Korblegern, Würfen und Rebounds dem Spiel seinen Stempel auf. Die Ostthüringer, die das Hinspiel in eigener Halle noch gegen Weimar verloren hatten und daher auf Revanche sannen, punkteten ab Mitte des Viertels konsequenter, so dass es zur Halbzeit 27:35 stand.

Coach Hagen Schmidt schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Vor der gut gefüllten Zuschauerreihe starteten die Gastgeber wie die Feuerwehr und kamen u.a. durch ein 4-Punkt-Spiel von Sammy Younis auf drei Punkte heran (36:39, 23.). Die Aufholjagd wurde durch mangelhafte Verteidigung und einen 14:0-Lauf der Gäste jäh gestoppt. 4 Dreier und einen 2er in Folge ließen den Rückstand auf 17 Punkte ansteigen, es schien bereits wie die Entscheidung. Die Hausherren steckten jedoch nicht auf und konnten ihrerseits durch hart erkämpfte Korbleger und Freiwürfe den Rückstand verkürzen (48:58; 30.). Der gute Teamgeist pushte die Spieler und übertrug sich phasenweise auch auf das Publikum.

Mit Beginn des letzten Spielabschnittes schien Weimar das Momentum auf seiner Seite zu haben. Man robbte sich auf 7 Punkte ran (33.). Mit taktischen Umstellungen in der Verteidigung und speziellen Spielzügen wollte man die Wende mit aller Macht erzwingen. Hermsdorf kam durch einfache Ballverluste jedoch zurück ins Spiel und spulte die Zeit souverän vor allem über ‚unzählige‘ einfache Freiwürfe herunter. Ungläubig staunte der Gästetrainer über die in ihrer Höhe wohl einmalige Trefferquote der Gäste bei Freiwürfen und Dreier. Dieser konnte Weimar letztlich nichts mehr entgegensetzen. Das bittere Ergebnis hieß am Ende 64:79.

Als Erkenntnis dieses Spieles bleibt, dass die 2. Herren zwar in der Liga mithalten können, jedoch über 40 Minuten konsequent verteidigen und die Fehler reduzieren müssen. Kapitän Roman Kleindienst motivierte die enttäuschten Spieler und warf den Blick bereits voraus auf das schwere Auswärtsspiel am kommende Sonntag: „Wir hatten heute keinen richtig guten Tag, aber ich glaube weiterhin an diese Mannschaft!“

Spielbericht U14 & LL Herren

U14 vs USV Erfurt 38:144
In der schwierigen Saison 2016/2017, in der sich die U14 im Neuaufbau befindet gab es erneut eine deftige Niederlage. Allerdings zeigen sich erste Steigerungen. „Von 10 Kindern spielen 7 derzeit ihre erste Basketballsaison überhaupt. Zwei sind in ihrer zweiten Spielzeit, nur einer geht in seine dritte Saison. Nachdem viele Leistungsträger weg sind, muss sich die Mannschaft noch finden, außerdem werden zur Zeit viele Basics nachgeholt.“, meinte Trainer Hagen Schmidt nach dem Spiel. „Zu Beginn der Saison hätten wir so ein Spiel noch viel deutlicher verloren. Die Erfurter haben viel mehr Routine. Uns ging es nicht um Schadensbegrenzung, sondern um ausreichend Spielzeit für alle und die Entwicklung im individuellen Bereich. Das Aufbauspiel und die Struktur im Fastbreak haben mir gut gefallen. Natürlich haben wir weiterhin richtig viele Baustellen. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.“ Erfurt dominierte mit seinen wesentlich größeren Spielern von Beginn an, Weimar hatte defensiv kaum Antworten parat. Erst die Umstellung auf Dreiviertelfeldpresse brachte – erneut – die erwünschte Entlastung. „Uns scheint diese Verteidigung zu liegen. Ziel ist eine von jedem zutiefst verinnerlichte Ganzfeldverteidigung“, fasste der Coach zusammen.
Daneben gab es schöne Spielzüge und einige starke Einzelaktionen, vor allem Kapitänin Lotte Bendig (10 Punkte), Emil Stahr (9) sowie Kai Rinck (7) stemmten sich gegen die drohende Klatsche. Erstmals überzeugen konnten die designierten Aufbauspieler Paul Kohlhoff (8) und Jonas Karl (5 Steals). Einen schönen Einstand gaben die Brüder Kevin (12 Jahre) und Lukas Probst (10 Jahre), die sich wacker schlugen und an die lange Weimarer Tradition von basketballbegeisterten Geschwistern anknüpfen – man erinnere sich nur an die Brüder Göring, Zimmer, Harmsen, Rietschel, die Schwestern Selzer oder die noch aktiven Schmidt-Brüder.

Insgesamt verzeichnet die Weimarer Jugend einen starken Zulauf, die U12/U14 steht nicht selten mit 20 Kindern beim Training und alle sind hochmotiviert und hängen sich voll rein.

2. Herren vs USV Jena 3 40:44
Beinahe wäre es der zweite Saisonsieg geworden, doch am Sonntagabend mussten sich die Männer um Kapitän Roman Kleindienst knapp geschlagen geben. Auf 40:40 hatte man sich herangekämpft, die kleine 7er-Rotation ging an ihre Leistungsgrenze, verteidigte aufopferungsreich und vor allem weitestgehend ohne Fouls und lief zum zweiten Mal in dieser Saison die Plays strukturiert und ruhig. Hinzu kam das lange angepeilte Ausboxen (gegen ein wesentlich größeres und schwereres Team) und die bessere Transition Defense. „Wir arbeiten unser gerade an den großen Basketball Fundamentals ab. Die Jungs sind weiter entschlossen und fahren langsam den Lohn für diese Hingabe ein. Heute hat nicht viel gefehlt.“, sagte Coach Schmidt nach dem Spiel, bei welchem erstmals wieder Co-Trainer Philip Thomisch mit auf der Bank saß. Jeder Spieler übernahm in der Partie viel Verantwortung und brachte die Gegner, die das Hinspiel in gleicher Besetzung noch mit 67:95 gewonnen hatten, oft zur Verzweiflung.
Für Weimar spielten: Anton (11 Punkte, 11 Rebounds, 3 Steals), Arthur (11 pts, 10 reb), Sami (8 pts, 7 reb, 4 stl), Roman (7 pts, 6 reb), Martin (3 pts, 1 stl), Simon (1 pt, 5 reb, 1 ast), Benni (2 stl).

U16 vs Science City Jena 1 74:83
Das direkte Duell im Kampf um den letzten Playoff-Platz verloren unsere Jungs knapp, lieferten aber eine super Partie ab und können stolz auf sich sein. Kani (17 Punkte), Kapitän Stanley (16), Johann (16), Antonio (14) sowie die anderen Jungs wehrten sich lange gegen die Niederlage gegen den direkten Konkurrenten, konnten am Ende aber nicht mehr mithalten.

Hermsdorf vs. Weimar II 45:62

AUSWÄRTSSIEG in der Landesliga Ost – ENDLICH!!!

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Simon, Martin G., Anton, Helge, Jakob, Benni, Arthur, Sami, Coach Hagen, Martin S.

(Hermsdorf,27.11.2016 – mg) Der Bann ist gebrochen und Weimars 2. Herren konnten den lange ersehnten Befreiungsschlag landen. Allen Widrigkeiten zum Trotz gewannen die Ilmstädter auswärts nach grandiosem Kampf gegen die Hausherren aus Hermsdorf überzeugend mit 62:45. Ausschlaggebend waren neben der Athletik und Technik der unbändige Wille, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen.

Die Vorzeichen für das Spiel standen denkbar schlecht. Weimar musste erneut ohne seinen Trainer Hagen Schmidt auflaufen, der seinerseits beim ungefährdeten  74:46-Auswärtssieg der 1. Herren in Gera gespielt hatte. Benjamin Hidalgo vertrat ihn souverän als Spielertrainer.  Weiterhin musste die Landesliga-Mannschaft auf zahlreiche Spieler verletzungs- und berufsbedingt verzichten. Das 7-köpfige Rumpfteam wurde durch  U19-Talent Jakob Weiß sowie Basketball-Veteran Martin Schröder ergänzt.

Weimar ließ von Beginn an keinen Zweifel zu, wer die Partie unter allen Umständen gewinnen wollte. Mit konsequenter Verteidigung und schönem Offensivspiel zogen die Gäste auf 11:3 (7. min) davon. Ein ums andere Mal fand der Ball nach klugen Pässen gegen die behäbige Zonenverteidigung seinen Weg durch die Reuse. In der Folge wurde die Verteidigung jedoch unsauber und ermöglichte der Heimmannschaft, über Freiwürfe zurück ins Spiel zu finden. 11:9 stand es nur noch zur ersten Viertelpause.

Zu Beginn des zweiten Viertels bäumten sich die Hermsdorfer kurz auf und übernahmen die Führung (13:14, 13.). In einer Auszeit drängte Coach Hildalgo noch einmal auf eine saubere Verteidigung, „Arme hoch und Gegner mit der Brust aufnehmen“. Die Ansprache fruchtete und die Mittelthüringer schlugen zurück, gingen ihrerseits mit 2 Dreiern und zwei Korblegern in Führung. Einige unnötige Turnover sowie vergebene Freiwürfe verhinderten einen komfortablen Vorsprung. Mit der Halbzeit-Sirene trafen die Hausherren zum 26:25.  Angesichts der spielerischen Überlegenheit Weimars war das Ergebnis jedoch viel zu wenig.

Das dritte Viertel war anfangs geprägt von einer sehr starken und sauberen Mann-Verteidigung. Die Heimmannschaft fand kein Mittel gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste. Im Angriff wurden jedoch auch einfache Bälle leichtfertig vergeben. Den Ausschlag gab nun die überragende Rebound-Arbeit. Weimars Korbjäger sammelten offensiv und defensiv fast jeden Ball ein. Gegen Ende des Viertels zündeten die 2.Herren den Turbo und zogen auf 38:31 davon (30.).

Während Weimar im letzten Viertel konsequent punktete und willensstark verteidigte, verzettelte sich Hermsdorf in Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Abgeklärt fielen nun auch die Freiwürfe und der 62:45-Auswärtssieg wurde nach Hause gebracht. Parallel zum Jubel der Spieler wurde offensichtlich, dass der Mannschaft damit eine riesige Last von den Schultern gefallen war. „Es ist heute heiß hergegangen. Der Sieg war überfällig und unglaublich verdient. Ich bin stolz auf euch,“ kommentierte Coach Schmidt das Ende des Spiels, dessen letzte 10 Minuten er noch mit seinem Team genießen durfte.

Einen erfolgreichen Einstand feierte Neuzugang Arthur Rozdobudko, der als Power Forward mit vielen Rebounds und Put Back Points glänzte.

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Das nächste Spiel steigt am 11.12.2016 um 16:00 Uhr beim USV Jena III, erneut auswärts. Ein gutes Omen? Auf jeden Fall eine Chance auf Bestätigung der guten Leistung und auf den zweiten Auswärtssieg.

Die kompromisslose Defense, gute Help-Verteidigung und konsequentes 1:1 im Angriff sowie Fein-Tuning im Fastbreak werden weiter zentrale Inhalte unseres Trainings sein.