Gute Stimmung + Gute Teamleistung = 4. Sieg

Einen erneuten, allerdings hart erkämpften Sieg konnten die Damen vom KSSV Victoria Weimar am vergangenen Samstag gegen BC Erfurt I einfahren. Die Gastgeber aus Erfurt gingen als Titelverteidiger der Meisterschaft der Oberliga Damen in das Spiel. Einige personelle Veränderungen und das Fehlen wichtiger Spielerinnen machte es den Erfurterinnen schwer, an ihre Leistung der letzten Saison anzuknüpfen.
Weimar sah somit eine Chance, die Erfolgsserie weiterzuführen und weiterhin ungeschlagen auf dem zweiten Platz in der Liga zu bleiben.
Von Beginn an war es ein intensives Spiel von beiden Seiten. Die Gastgeber machten es den Weimarerinnen mit einer aggressiven Mannverteidigung zunächst schwer, ein geordnetes Spiel aufzubauen. Allerdings reichten einige schnelle Angriffe, um Punkte zu verbuchen und in Führung zu gehen. Auch Weimar konnte mit einer starken Verteidigung glänzen und hielten die Erfurterinnen vom Punkten fern. Einige Turnover gaben Erfurt zwar viele Chancen auf Fast Breaks, doch besonders der großartige Einsatz von Centerspielerin Steffi Dittrich, die mit viel Tempo diese schnellen Angriffe oftmals stoppen konnte, wurden einfache Punkte verhindert.
Viele vergebene Chancen erklären die geringe Punktezahl im gesamten Spiel. Das erste Viertel wurde lediglich mit 7:12 Punkten beendet.
Wie auch im vergangenen Spiel gegen Science City Jena hatte Weimar im zweiten Viertel einen kleinen Einbruch und ließen sich unter dem eigenen Korb zu oft schlagen. Die fehlenden Defensiv-Rebounds gaben den Erfurterinnen oftmals zweite Chancen, die diese nutzen konnten. Aber die Weimarerinnen blieben konzentriert und konnten in der Offensive ein gutes Spiel zeigen. Allerdings blieben hier die erfolgreichen Abschlüsse gering. So ging das zweite Viertel mit 11:10 verloren. Durch den Vorsprung aus dem ersten Viertel konnte Weimar trotzdem mit einer Führung in die Pause gehen.
Im dritten Viertel konnte man an die Leistung der ersten 10 Minuten anknüpfen. Die Verteidigung der Gastgeber konnte oftmals geschlagen werden und auch der Abschluss am Korb war erfolgreicher als bisher. Weimar konnte sich wieder einen größeren Vorsprung erspielen und wollten diesen sicher bis zum Ende halten.
Doch im letzten Viertel wurde es noch einmal spannend. Erfurt setzte auf ihre Spielerinnen unter dem Korb und eine zu schwache Verteidigung ließ zu viele einfache Punkte zu. So kam Erfurt erneut heran und machte das Spiel am Ende knapp. Doch die Führung wurde durch vereinzelte wichtige Punkte am Ende gehalten und brachte den Gästen einen verdienten Sieg.
Coach Haaf: „Wir haben insgesamt eine gute defensive Leistung gezeigt. Außer mit ein paar Problemen bei den Rebounds konnten wir Erfurt die meiste Zeit vom Korb fern halten.  Nur leider haben sich die Mädels in der Offensive nicht mit vielen Punkten belohnt. Die Abschlüsse waren teilweise zu hektisch oder es hat einfach das letzte Stück Glück gefehlt. Aber ich sehe auch eine positive Entwicklung im Spielaufbau und bei jeder einzelnen Spielerin. Das wird uns in den zukünftigen Spielen sehr helfen.“

Endergebnis:
38:42 (7:12 / 18:22 / 26:36)

Warnstedt: 10 (4 / 5 Freiwürfe)
Agatz: 10 (2 / 5)
Bendig: 8
Dittrich: 8
Schley: 2
Trescher: 2
Rokitta: 2
Dreßler
Kohlhoff

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„Jena minus 30…“

Sprechchöre wurden zum Motto des Wochenendes. 5 Weimarer Teams – 5 Siege

Ein Wochenende für die Vereinschroniken: nachdem unsere Damen (42:38 gegen Erfurt) und die U16 (53:26 gegen Gotha) Auswärtssiege eingefahren hatten, schlugen die Oberligaherren Science City Jena IV daheim mit 93:63. Und die Sprechchöre unserer Fans „Jena minus 30!“ und „Auf gehts, Jungs aus Weimar!“ klangen so manchem noch in den Ohren, der an jenem Abend in der Asbachhalle mitgefiebert hatte. So auch den Spielern der U19 und der Landesligaherren, die als Zuschauer anwesend waren und die unfassbare Stimmung und Motivation in ihre eigenen Reihen mitnehmen wollten.

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Ergebnis der U19

Die U19-Spieler griffen die Parole als erste auf, als sie am gestrigen Sonntag den USV Jena mit 79:49 auswärts düpierten und den ersten Saisonsieg verdient einfuhren. Trotz vieler Turnover zogen sie unaufhaltsam davon, dank ebenso vieler Steals, schöner Pässe und unter Mitwirkung der dynamischen Neuverpflichtung aus Griechenland, Dimitrios „Leonidas“ Melistas, der wie schon bei den Oberligaherren keinen Angreifer passieren ließ.

Und in der finalen Begegnung am Sonntagabend, als die Landesligaherren in der Sparkassenarena gegen Science City VI gefordert waren, galt es, den fünften Sieg für Weimar perfekt zu machen. Auch Spielertrainer Hagen Schmidt, der am Vorabend schon in der Oberliga auf Körbejagd gegangen war, und Co-Trainer Philip Thomisch hatten die Fangesänge im Kopf und wollten unbedingt den Auswärtssieg als Etappenerfolg in Richtung Tabellenspitze. Letzterer erklärte: „Wenn vier Teams vorlegen, will man natürlich nachziehen. Und auch für die Liga war dieser Sieg unbedingt nötig, denn die Konkurrenz schläft nicht.“

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Unsere Jungs in der Sparkassenarena: hinten v.l.n.r.: Roman Kleindienst, Endre Papp, Hagen Schmidt, Julian Kampmann, Jonny Vom Dahl, Timmy Yang, vorne v.l.n.r.: Martin Schröder, Christopher Ganseforth, Damir Agic, Philip Thomisch, Nils Feldmann

Und so gab die Mannschaft von Beginn an alles, dominierte die Partie vom Start weg, ließ keinen Führungswechsel zu und gewann am Ende deutlich mit 78:44. Allerdings hätte der Sieg noch höher ausfallen müssen, denn bisweilen vergaben die Weimarer einfache Chancen und begingen ungewöhnlich viele Schrittfehler. Das erste Viertel endete auch wegen solcher Unkonzentriertheiten 20:12 aus Sicht der Gäste. Das folgende Viertel war defensiv besser, allerdings fehlte im Angriff das Wurfglück und die letzte Konsequenz. Es endete 11:10, ein schwacher Spielabschnitt mit wenigen Highlights. Nach der Halbzeitansprache jedoch explodierte Weimar an beiden Enden des Feldes und lieferte nach dem 31:22-Halbzeitstand einen beeindruckende zweite Hälfte ab. Mit 24:13 und 23:9 fegten die Goethestädter den Gegner vom Parkett, der konditionell nur noch wenig entgegenzusetzen hatte. Die Umstellung auf Zonenverteidigung hingegen brachte den Hausherren nicht viel, auch aus der Distanz konnte Weimar erstaunlich gut punkten, acht Dreier fanden ihren Weg in den Korb, Damir Agic (16 Punkte) netzte erneut 4 Stück ein und bestätigte seine tolle Leistung aus dem Nordhausen-Spiel. Auch die anderen Flügelspieler kamen immer besser in Schwung, spielten dynamischer und erarbeiteten sich gute Chancen durch Drives und schöne Kick-Outs.
Das letzte Viertel wurde geprägt von starken Spielzügen und einem unbekümmerten Run-And-Gun-Basketball, in dem Jonny Vom Dahl und Philip von der Dreierlinie ihr Team trugen, neben den individuellen 21 und 13 Punkten jedoch auch ihre Mitspieler schön in Szene setzten: Julian Kampmann schoss seinen ersten Dreier der Saison, Nils Feldmann scorte zwei schöne Korbleger nach harten Sprints. Fast alle Weimarer Spieler konnten punkten und die Mannschaft spielte den 34-Punkte-Sieg in einer sehr fairen Partie unter der Leitung besonnener, solider Schiedsrichter heraus und katapultierte sich dadurch auf Tabellenplatz zwei hinter Sömmerda.

Stimmen zum Spiel:
Jonny Vom Dahl:
Die Formkurve zeigt nach oben. Wir haben aus den letzten drei Spielen drei Siege eingefahren (das 79:80 gegen Nordhausen wurde nachträglich am „grünen Tisch“ gewonnen – 20:0) und viel Erfahrung gesammelt. Es zeigt sich, dass wir uns jedem Gegner anpassen können, sind auf den kleinen und den großen Positionen stark besetzt. Allerdings dürfen wir uns nach solchen Spielen nicht zu sehr in Sicherheit wiegen, schließlich wollen wir uns mit den Stärksten in der Liga messen und da müssen wir uns erst noch beweisen.
Julian Kampmann: Ich glaube, dass wir bei der Spielgeschwindigkeit und in der Flügelverteidigung noch zulegen können, beides werden wichtige Faktoren in unseren nächsten Spielen sein.
Coach Hagen Schmidt:  Wir sind eigentlich in einer komfortablen Situation: ich habe 7 oder 8 Spieler, die, wenn sie es erzwingen würden, locker 15-20 Punkte in jedem Spiel machen könnten. Dazu viele, die an guten Tagen eine ganze Mannschaft inspirieren können. Jedoch zieht niemand eine Ego-Show ab, sondern findet immer wieder den freieren Mitspieler, denkt für das Team, kämpft für das Team. Wir haben erfahrene Spieler und unbeschwerte Young-Guns. Große und kleine, kräftige und unglaublich schnelle Spieler. Die Herausforderung ist es, alle in ein System zu integrieren, Basics sicherzustellen und sich an jeden Gegner anzupassen. Momentan macht es einfach Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten.

Für Weimar spielten:
Vom Dahl (21 Punkte), Agic (16, 4 Dreier), Thomisch (13, 2 Dreier), H. Schmidt (9), Kampmann (6, 1 Dreier), Feldmann (4), Schröder (3, 1 Dreier), Gansefort (2), Papp (2), Yang (2), Kleindienst

Oberligaherren gewinnen mit 93:63

Weimar schlägt Science City Jena IV und macht Niederlage vergessen

Nachdem bereits die Oberligadamen den Titelverteidiger BC Erfurt I schlugen und auch die U16 auswärts erfolgreich war, krönten die Weimarer Oberligaherren einen tollen Basketballsamstag aus Weimarer Sicht mit dem dritten Sieg des Tages und bleiben Tabellenführer BC Erfurt weiter auf den Fersen.

Allerdings sahen die ca. 70 Heimfans, die mit bundesligareifen Sprechchören und Trommeln eine überragende Stimmung schufen und ihr Team immer wieder nach vorn trieben, eine durchwachsene Anfangsphase: zwischenzeitlich lag Weimar 8:16 zurück. Dann aber drehten die Hausherren auf und beendeten das erste Viertel 22:20.
Schlüssel zum Erfolg war einmal mehr und wie so oft im Basketball das uneigennützige Passspiel, immer wieder wurde der freie Mitspieler gefunden. So war es auch nicht verwunderlich, dass von 11 Spielern 5 zweistellig punkten konnten. Weimar war aus allen Lagen gefährlich, hattte aber vor allem aus der Distanz einen guten Tag erwischt und schenkte den Gegnern neben reinem Wein auch 7 Dreipunktwürfe (3 von Martin Mirsch) ein. So war der Ausbau der Führung zum 41:31-Halbzeitstand nur die logische Folge, gerade eine engagierte Verteidigung erlaubte es den Gegnern selten, einfach abzuschließen und sie blieben lediglich durch einige beherzte Drives und viele Freiwürfe im Rennen.

Nach der Halbzeit jedoch spielten die Weimarer richtig auf, das dritte Viertel endete 31:8 und besiegelte frühzeitig die Jenaer Niederlage. Hier gelang es u.a. den schnellen Flügeln Flo Thiersch und Jakob Harlan leichte Punkte aus Fastbreaks zu erzielen, aber auch am Brett wurde nun besser gereboundet und gepunktet, so setzten sich Norman Hallermann und Hagen Schmidt immer wieder erfolgreich durch.
Die Reboundüberlegenheit, viele Picks, die kompromisslose Help Defense u.a. von Jakob Kling und Artom Haaf und die besseren Wechelmöglichkeiten standen im krassen Gegensatz zur bitteren Pleite am vergangenen Wochenende. Echter Teambasketball, gute Kommunikation und Respekt dem soliden Schiedsrichtergespann gegenüber waren weitere Faktoren, die zum verdienten Sieg führten.
Im letzten Viertel verwalteten die Weimarer allerdings die Führung, gestatteten den talentierten Jenaern etwas Ergebniskosmetik, spielten allerdings auch schöne Highlight-Spielzüge heraus, sehr zur Freude der Fans. Neben Max Örtl, der mit viel Übersicht glänzte, beeindruckte auch Publikumsliebling Markus Gekeler, der nicht nur alle Register, sondern auch unermüdlich zum Korb zog und sich durch die Verteidigung und in die Herzen der Fans spielte. Die Neuzugänge Anton Kienzle und Dimitrios Melistas fügten sich prima ein, während ersterer mit beherzten Rebounds überzeugte, ließ zweiterer feinste griechische Verteidigungsschule aufblitzen.

Die 100 Punkte blieben den Gastgebern heute leider verwehrt, doch macht die heutige Leistung Appetit auf mehr. In zwei Wochen steigt das Auswärtsspiel gegen Hermsdorf. Bis dahin werden wir weiter an unserem Spiel arbeiten und freuen uns auf die kommenden Herausforderungen.

Für Weimar spielten:
Mirsch (18 Punkte, 3 Dreier), Thiersch (17), Gekeler (15, 1 Dreier), H. Schmidt (12, 4/6 FW), Örtl (11, 1 Dreier), Hallermann 6, Harlan (5, 1 Dreier), Kling (4), Haaf (3, 1 Dreier), Kienzle (2), Melistas